Man sagt immer, dass es schön ist, sich im Alter an die individuellen Ereignisse des jeweiligen Lebens zurückzuerinnern und auf die eigenen Taten mit Stolz blicken zu können. Bei Rudi Assauer wären das ganz sicher einige Erfolge in seiner langen Zeit als Fußballmanager wie beispielweise der UEFA-Cup Sieg im Jahr 1997 mit seinem FC Schalke 04. Sie wären es, sein können sie es nicht, wie wir nach dem Bekanntwerden seiner Alzheimer-Erkrankung wissen. Vergangene Woche wurde er ganz offiziell entmündigt und so scheint die Krankheit auch den Kampf gegen einen, der stets der Herr über eigene und andere Entscheidungen war, gewonnen zu haben. In „Wie ausgewechselt“ beschreibt Rudi Assauer zusammen mit Patrick Strasser die Veränderungen in seinem Leben.
Lange ist es nicht mehr hin, bis die besten 23 deutschen Fußballer in Polen und der Ukraine gegen die 15 besten anderen europäischen Mannschaften um den Europameistertitel und damit die Nachfolge Spaniens wetteifern. Mit dabei ist wohl auch der Münchner Verteidiger Jerome Boateng, seinerseits Defensivspieler und wohl in erster Linie dazu da, um Tore zu verhindern. Jerome, der in Berlin groß geworden ist, über den HSV und Manchester City zum FC Bayern gefunden hat, besitzt einen Bruder, der ebenfalls sehr erfolgreich gegen den Ball tritt, wenngleich er hierzulande nicht den allerbesten Ruf genießt. Von beiden und dem dritten Bruder Goerge erzählt Journalist Michael Horeni in „Die Brüder Boateng“.
Autobiografische Stücke sind mir vielfach zu einseitig. Sie dienen in der Regel dazu, sich wieder neu in den öffentlichen Fokus zu katapultieren, meist mit einem Wirrwarr aus atemberaubenden Anschuldigungen und sagenhaften Neuigkeiten, die der gesellschaftlichen Meinung folglich als Diskussionsgrundlage dienen. Natascha Ochsenknecht ist für mich da ein bisschen die Ausnahme. Zwar erzählt auch sie in „Augen zu und durch“ brisante Einzelheiten, die wir in der Form noch nicht gehört habe. Sie beschuldigt aber niemanden und versucht Mitleid zu erregen für ihr individuelles Familienschicksal. Sie will vielmehr darstellen, dass auch die Ochsenknechts nur eine ganz normale Familie mit ganz normalen Problemen sind.
Sie ist ohne Frage die Inkarnation der perfekten Schriftstellerin, um Frauen jeden Alters gebührend zu unterhalten. Kerstin Gier zieht Leserinnen in ihren Bann. Vollkommen unwichtig ist das dabei, ob diese 14 oder 82 Jahre alt sind. Mit ihrem Stück „Ein unmoralisches Sonderangebot“ schaffte sie bereits die 11.Auflage, auch das dazugehörige eBook hat seinen Platz auf einigen Readern bereits bekommen. Was Gier vielleicht am meisten auszeichnet, ist die Art und Weise ihrer Themenauswahl, denn nicht selten bringt sie Problemstellen des Lebens zu Papier, die viele Leserinnen so oder in ähnlicher Form schon einmal selbst erlebt haben und sich deshalb bereits mit den Geschichten identifizieren können.
Ganz sicher kommt es nicht von ungefähr, dass die große Anzahl der besten Thriller seit ein paar Jahren von Autoren aus dem Norden unseres Kontinents geschrieben werden. Der Norweger Tom Egeland macht hierbei keine Ausnahme. So schafft es auch sein Thriller „Das Luzifer Evangelium“ den Leser zu begeistern, ihm ein wenig Angst einzujagen und ihn auf jeden Fall an das Werk zu fesseln. Wenngleich die christliche Geschichte den Namen ein wenig anders konnotiert, ist der Erzengel Luzifer heute eines der am häufigsten verwendeten Synonyme für den wahrhaftigen Teufel, der Titel verspricht also bereits einiges.
Was kann man von einem guten literarischen Unterhaltungsstück erwarten? Sicherlich sollte es in erster Linie einmal unterhaltsam sein und womöglich einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Stellt sich nun die Frage, was denn am unterhaltsamsten sein könnte. Die Antwort lautet unser tägliches Leben. Hier erleben wir die unterschiedlichsten Geschichten und Sachen, die uns nachhaltig beschäftigen. Genau deshalb sollte man auch darüber reden oder wie im Fall von Multitalent Dr. Volker Kitz gleich darüber schreiben. Dieser nämlich hat in Zusammenarbeit mit Manuel Tusch „Psycho? Logisch!“ verfasst und somit ein Werk geschaffen, dank welchem wir die Realität verstehen und uns in ihr erfolgreich bewähren können.
Luca di Fulvio schwimmt derzeit auf einer wahren Erfolgswelle, sein Roman „Der Junge, der Träume schenkte“ hat den Sprung auf die Bestsellerlisten im Nu geschafft, binnen kürzester Zeit war er dort ganz oben anzusiedeln. So beeindruckend ich die Geschichte auch finde und so viel Eindruck sie auch bei allen anderen hinterlässt, sein vorheriges Werk „Inkubus“ steht in Sachen Unterhaltungswert dem aktuelleren in nichts nach, schon gar nicht in Bezug auf die enthaltene Vielschichtigkeit. Italiens derzeitige Literaturikone Nummer Eins inszenierte ein facettenreiches Konstrukt aus pädophilen Gedanken, ehrgeizigen Polizisten und Psychopathen, die zu unglaublichen Gräueltaten fähig scheinen.
Genau genommen gibt es nichts Schrecklicheres als die Realität. Nichts ist grausamer, keine noch so gut ausgedachte Fiktion. Beinahe täglich erfahren wir von Morden, Körperverletzungen und kranken Ideen, die irgendwo langsam zu wachsen beginnen. Während im Film alle Täter relativ schnell überführt werden und eigentlich niemand nach einem Verbrechen ungestraft davonkommt, dauert es in der realen Welt häufig viel länger, bis ein Mord wirklich aufgeklärt werden kann. Dafür bedarf es vieler Mechanismen, die ausgehend von den unterschiedlichsten Kriminalbehörden miteinander verbunden werden müssen. Mark Benecke, seinerseits Kriminalbiologe, erzählt uns etwas von seinem Anteil und gibt in „Mordspuren“ einen Einblick in seine tägliche Arbeit, die Verbrechen in unserer Welt.
Des Öfteren schon habe ich mich als Fan historischer Geschichten geoutet, auch meine Bewunderung für den französischen Schriftsteller Dumas ist kein Geheimnis mehr. So zählt sein epochales Werk „Die drei Musketiere“ selbstverständlich zu den größten Literaturerzeugnissen, welche die vergangenen Jahrhunderte für uns bereithielten. Im letzten Jahr wurde der Klassiker von Hollywood neu aufgelegt und so bekam auch die jüngere Generation einen Einblick dessen, was tiefe Verbundenheit und innige Freundschaft alles aushalten können. Gemeinsam begeben sich die Musketiere Athos, Porthos und Aramis in jedes Gefecht. Der junge D´Artagnan will zu ihnen gehören, nach und nach schafft er es schließlich, sich ihren Respekt zu verdienen.
Die griechischen Mythen sind einzigartig in ihrer Vielseitigkeit. Die Göttergeschichten haben mich schon immer fasziniert, ich habe als Kind zum Beispiel gerne Verfilmungen mit Bezug auf Herkules gesehen, war beeindruckt von der Kaltblütigkeit des Zeus und der unglaublichen Macht des Poseidon, der mit Wasser Sachen macht, die monströse Wirkung ausüben können. Heute ist es vor allem die Schicksalsgöttin Fortuna, die bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Der junge Percy Jackson hat sich nie sonderlich für solche Sachen interessiert. Zwar hatte er stets das Gefühl, dass mit ihm irgendetwas nicht stimmt. Aber wer kann schon ahnen, dass die Mythen keine Mythen sind und ihm als Sohn des Poseidon in „Diebe im Olymp – Percy Jackson Bd.1“ eine globale Wichtigkeit zukommt.