Seit der letzten Woche flimmert ja mal wieder ein Literaturklassiker in einer ganz eigenwilligen filmischen Adaption über die internationalen Leinwände. Mir persönlich geht da jedes Mal das Herz auf, werden damit doch in einer nicht mehr ganz so lesegewillten Gesellschaft historische Stoffe ins Gedankengut geschoben. Allerdings gilt dies nur für wirklich gute Verfilmungen, in einigen Fällen nämlich schlachtet Hollywood große Lektüre lediglich aus und verkehrt somit ihren eigentlich Gehalt. Schaut man sich den mehrfach Oscar-Nominierten Leonardo DiCaprio in seiner Darbietung von Jay Gatsby so an, muss man der neuen Verfilmung von Fitzgeralds „Der große Gatsby“ allein schon bei der Besetzung ein großes Lob attestieren.
Ob es der Krieg in Syrien, die Talibanbekämpfung in Afghanistan oder das ewig lange Dunkelkapitel im Irak ist – Die Welt und die Menschen in ihr scheinen einfach nicht zur Ruhe kommen zu können. Unsere Generation bleibt womöglich von einem Weltkrieg verschont, wie er bereits zweimal im vergangenen Jahrhundert unzählige Menschenleben kostete. Trotzdem aber ist auch für uns im 21. Jahrhundert Krieg ein akutes Thema. Insofern müssen wir allen kampfbereiten Soldaten der Vereinten Nationen danken, dass er zumindest keinen akuten Einfluss auf unser Alltagsleben besitzt. Für Navid Kermani gehört er in den Alltag, ist der Schriftsteller doch stets dort unterwegs, wo der „Ausnahmezustand“ keinesfalls ein Sonderstatus ist.
Wenn man sich das Werk „Hiob“ des jüdischen Autors Joseph Roth betrachtet, scheint einen ein epochales Werk über biblische Motive vorgelegt zu werden. Nicht umsonst ist die legendäre Gestalt des Hiob als Titel gewählt. Eindrucksvoll ist das Werk auf jeden Fall, wenngleich man vom Autor ein Werk vorgesetzt bekommt, das mit jenem bekannten Hiob letztlich nicht allzu viel gemein hat. Joseph Roth gilt noch heute als ein Aushängeschild deutsch-jüdischer Literatur. Auch wenn sein bedeutendes Stück bereits 1930 veröffentlicht wurde, zeigt sich gerade bei ihm, welch Schatten der Nationalsozialismus über die Menschheit gelegt hat.
Ohne Frage spielt der FC Bayern München derzeit eine Saison, die es in dieser Form bisher noch niemals zuvor gegeben hat. Nach zwei Meisterschaften des BVB haben die Bayern in dieser Spielzeit wieder Stärke demonstriert, selbst das Triple ist drin. Auf dem Weg dorthin kann sie wohl nur eine Mannschaft stoppen, wo man dann wieder beim BVB wäre. Die Bayern 2013 haben es sogar geschafft die legendären Teams aus den 70er-Jahren in den Schatten zu stellen. Aushängeschilder dieser Ära sind noch heute Führungsfiguren im Verein. Allen voran Uli Hoeneß, der als Präsident derzeit die Fäden zieht. Nach der letzten Woche ergibt sich die Frage, wie lange er dies noch tut. 2009 legte Autor Patrick Strasser mit „Hier ist Hoeneß“ die Geschichte zu dem Mann vor, der derzeit heftige Steuerdiskussionen auslöst. Von Hinterziehung ist im Werk nichts zu finden.
Keine drei Wochen sind es mehr, bis wir mit „Inferno“ das neue Thrillerabenteuer von Kultautor Dan Brown geliefert bekommen. Mit Spannung wird bereits darüber spekuliert, welches Mysterium Harvard-Professor Robert Langdon in seiner nunmehr vierten Geschichte aufzudecken hat und welche Gefahren sich ihm dabei in den Weg stellen. Klar ist, dass ihn die neue Episode in die einstige Renaissancehochburg Florenz führt. Vorab kann sich jeder mit der kostenlosen eBook-Leseprobe so richtig auf das Kommende einstimmen. Bereits dort wird reichlich Spannung erzeugt. Ein Mensch früherer Tage flüchtet vor etwas Angsteinflößendem und auch Langdon sollte sich schleunigst auf den Weg machen. Mit diesen Informationen werden wir bis zum 14. Mai versorgt. Worum es fortan geht, lässt sich nur erahnen. Um sich perfekt vorzubereiten, schadet es aber ganz sicher nicht, mal einen Blick in das letzte Abenteuer Langdons zu werfen. „Das verlorene Symbol“ verstand es nämlich auch perfekt, uns zu unterhalten.
Reisebücher sind immer etwas ganz Besonderes. Sie erzählen dem Leser Informatives über das Leben in anderen Ecken der Welt, zeigen die Facetten anderer Kulturen und uns somit Dinge, die fern unseres Alltags anzusiedeln sind. Auch Derartiges ist der Grund dafür, dass wir so gerne verreisen und uns im Urlaub so perfekt entspannen können. Wir lernen etwas über die Menschen und das Leben in anderen Regionen. Nun können wir sicherlich nicht alles erkunden, was der Erdball für uns bereithält, so dass die literarischen Zeugnisse von Schriftstellern wie Andreas Altmann eine ganz herausragende Bedeutung für uns haben. Dieser hat sich vor einigen Jahren mal quer durch den südamerikanischen Kontinent begeben und das Leben in verschiedenen Staaten in „Reise durch einen einsamen Kontinent“ auf seine ganz individuelle Art und Weise zu Papier bzw. auf digitales Format gebracht.
Gerade erst hat RTL-Fernsehjournalist Jenke von Wilmsdorff eine beeindruckende Dokumentationsreihe auf den Bildschirm gezaubert. In den insgesamt vier Teilen beschäftigte sich der Mann, der bisher vor allem in der RTL-Show „Extra“ mit Birgit Schrowange für Furore sorgte, mit den Themen Alkoholsucht, Leben im Alter, Armut und am gestrigen Abend auch mit dem Alltag von Frauen. Eindrucksvoll waren alle vier Episoden. Der Journalist selbst sammelte außergewöhnliche Erfahrungen, regte mit seinen Versuchen die Menschen zum Diskutieren und einige auch zum Umdenken an. Dass derartige Grenzerfahrungen für Jenke keinesfalls neu sind, beweist sein Werk „Brot kann schimmeln, was kannst du?“.
Die coolen Jobs des Jenke von Wilmsdorff Lesen
Mensch, da hat Deutschlands Thriller Autor Numero Uno Sebastian Fitzek aber wieder mal ein ordentliches Gruselstück aus dem Hut gezaubert. Nachdem er gemeinsam mit Charité-Rechtsmediziner Tsokos den im gleichen Beruf tätigen Paul Herzfeld auf die Suche nach seiner verschollenen Tochter geschickt hat, probiert es der Macher von richtig guten Psychowerken nun wieder auf eigene Faust. Mit Erfolg, so viel sei versprochen. „Der Nachtwandler“ lautet sein neuestes Schmankerl. Dieses ist bestückt mit zahlreichen Elementen, die stets auf die Handschrift des Autors verweisen, aber auch ganz neuartige Perspektiven aufzeigen.
Es ist sicherlich einer derjenigen Berufszweige, der in Bezug auf seine Leistungen letztlich am unfairsten bewertet wird. Ohne Frage leisten Schiedsrichter in Sportarten scheinbar Übermenschliches. Sie können mit einer winzigen Entscheidung den Ausgang eines Spiels beeinflussen und damit auch aktiv in die Vergabe von Ehrungen und Preisgeldern eingreifen. Insbesondere Fußballschiedsrichter werden da des Öfteren an den Pranger gestellt, ihre eigentlich so menschlichen Fehler überbewertet. Selbstverständlich ist das mit einem enormen Druck verbunden, dem nicht jedes Nervenkostüm gewachsen ist. Dennoch gibt es zahlreiche Beispiele, die sich aufgrund ihrer durchweg guten Leistungen über Jahre hinweg einen Ruf erarbeitet haben, dank denen ihnen auch der eine oder andere Fehler verziehen wird. Babak Rafati wurde mehrfach zum schlechtesten Referee der Bundesliga gewählt, 2011 sorgte sein Suizidversuch für nationales Aufsehen. In seinem Enthüllungswerk „Ich pfeife auf den Tod!“ erklärt er nun, wie es dazu kam.
Sylvia Day ist eine sehr erfolgreiche Autorin, das war sie genau genommen auch schon vor ihrer Romanreihe „Crossfire“. Den einen oder anderen Bestseller hat sie bereits vorgelegt. Nichtsdestotrotz ist gerade ihre Liebestrilogie um die Protagonisten Gideon Cross und Eva Tramell das, was die Autorin nochmal in eine andere Liga hieven konnte. Band eins verkaufte sich hierzulande unter dem Namen „Versuchung“ astronomisch gut. Vor einem ähnlichen Triumph steht nun auch Band Nummer zwei, der seit Anfang März als „Offenbarung“ zu bewundern ist.