Es lässt sich definitiv nicht leugnen, dass innerhalb des letzten Jahrzehnts zahlreiche gute und qualitativ lesenswerte skandinavische Krimiautoren ihre Zeilen über den Globus verteilt haben. Von Larsson bis Mankell ist jeder einen Blick in die Geschichten wert, ebenso Jussi Adler-Olsen aus unserem dänischen Nachbarstaat. Sein Titelheld Carl Mørck ist mir durchaus schon einmal unter die Augen gekommen, nachdem ich mir mal auf dem neuen eBook-Reader einer Verwandten die bereits vorinstallierten Leseausschnitte durchzappte, erinnerte ich mich an ihn zurück. Dort nämlich gab es einen zwanzig seitigen Einblick in „Erlösung“, den dritten und bisher letzten Fall für den Mann vom Sonderdezernat Q.
Ist es nicht verwunderlich, dass wir Künstler jeglicher Art immer als sonderbar darstellen? Ich bin da ganz ehrlich, die meisten großen Maler verstehe ich nicht, weder ihre Bilder, noch was genau sie damit ausdrücken möchten. Ohnehin ist Kunst selten ein Abbild der Wirklichkeit, sie ist Fiktion und aus meiner Sicht entfaltet sie ihr wahres Wirken erst mit dem Austausch zu seinem Betrachter. Gut, genau genommen trifft auf Literatur exakt das Gleiche zu, wenngleich ich hier behaupten möchte, dass ich davon ein wenig verstehe. Vermischen wir doch einfach beide Arten des Schaffens, schließlich ist ja auch Literatur eine Kunst, auch wenn es nicht um Malerei geht. „Der Todeskünstler“ von Cody McFadyen beispielsweise ist ein schriftstellerisches Kunstwerk über einen Mörder, der mit Blut malt.
Urlaub ist immer etwas ganz Besonderes. Es ist die Zeit, in der wir herauskommen, heraus aus unserem Alltag und den täglichen Stresssituationen. Es ist die Zeit, zu der wir auf den Offline-Modus umschalten dürfen und die wohlverdiente Pause, die wir uns im Jahr zuvor erarbeitet haben. Letztlich verdienen wir den Urlaub uns also und genau deshalb gönnen sich viele Menschen in ihrem Urlaub eine für sie gerade noch preislich erschwingliche Reise in die schönsten Ecken der Republik oder gar das entfernte Ausland. Dumm nur, wenn die gewünschte Erholung dann wie im Fall von Kerstin Giers Roman „Ach, wär ich nur zu Hause geblieben Bd.1“ nicht ganz so vollzogen werden kann.
Ich habe nun wirklich schon viele Thriller gelesen. Besonders solche, in denen es um Mysterien vergangener Tage geht, haben es mir angetan. Bedrohte Institution ist dabei nicht selten die Katholische Kirche. Natürlich ist sie es, reicht ihre Geschichte doch mehr als 2000 Jahre in die Vergangenheit zurück. Man vergleiche dies mit einem Menschenleben, in dem auch nicht immer alles gut ist, was passiert und man sich im Nachhinein für Dinge rechtfertigen muss, die man falsch gemacht hat. Sicherlich ist auch die Kirchengeschichte nicht frei von Fehlern, aber seien wir tolerant und erkennen an, dass es trotzdem die größte Institution des Globus ist. Daran kann auch „Curia“, das Romandebüt von Oscar Caplan, nichts ändern.
Schaurig sind die meisten von ihnen, unverständlich die Taten, ebenso unerklärlich, wie lange das Grauen verborgen geblieben ist. Morde und Verbrechen jeglicher Art sind längst zum festen Bestandteil unserer Medienwelt geworden. Mindestens jeder Dritte greift bei der Lesestoffwahl zu einem Thriller, die Fernsehabende sind gepickt von CSI, Monk, Alarm für Cobra11 oder, um beim Klassiker zu bleiben, mit einem Tatort. Dabei braucht es bei den grausamsten Verbrechen gar keine Fantasie, wie Autor Mark Benecke ebenso wie Rechtsmediziner Tsokos, Jurist von Schirach oder Gleichgesinnte es bereits mehrfach in ihren Werken bewiesen haben. Das wahre Grauen ist Sinnbild der Realität, in der wir leben – „Mordmethoden“ mein heutiger Beweis.
Vorneweg, ich weiß ganz genau, wovon der junge Autor Bastian Bielendorfer in seinem Werk „Lehrerkind“ spricht, denn auch ich habe mich Zeit meines Lebens an zwei Elternteilen erfreuen dürfen, die stets von einer Schulklasse agierten. Insofern ergibt sich ein Unterschied, dass der junge Mann nun wirklich arges Pech hatte und auch noch beide an der von ihm besuchten Schule ihrer Arbeit nachgingen. Dadurch war er natürlich vorab als ein ganz besonderer Schüler auf dem Pausenhof charakterisiert, in seinem Werk, bestehend aus knapp 300 Seiten berichtet er uns, wie das war.
Für mich persönlich, der die Deutsche Demokratische Republik nur im Ansatz kennengelernt hat, doch durch die parentale Generation immer wieder zurück in eine Zeit versetzt wurde, ist es immer wieder spannend zu sehen, wie der heutige Blick auf das Staatssystem und seine Menschen vollzogen wird. Die DDR bzw. das System der DDR ist negativ konnotiert und es sind vor allem die Bilder des Jahres 1989, die diesen Eindruck als gerechtfertigt darstellen. Eingesperrt in die Grenzen des eigenen Landes sahen sich Flüchtlingsgewillte großen Gefahren ausgesetzt. Wie mit ihnen umgegangen wurde, wenn sie es nicht schafften, den Staat und seine Sicherheitsorgane zu überlisten, zeigt Klaus Kordon in seinem Roman „Krokodil im Nacken“.
Viele von ihnen sind ein Mythos, nicht ihre Existenz an sich, sondern mehr all das, was mit ihnen in Verbindung gebracht wird. Genau darin aber liegt das Spektakuläre an Freimaurern, Illuminaten, Rosenkreuzern und selbst der Mafia. Die Faszination für Geheimbünde, die nicht zuletzt durch zahlreiche Werke und Stoffverfilmungen seitens Hollywood ausgelöst wurde, ist eine nicht ganz neue Erscheinung und dennoch scheinen die großen Verschwörungstheorien insbesondere unser aktuelles Jahrhundert zu durchlaufen. Dan Brown hat mit seinen Stories rund um den Harvard-Professor Langdon eine neue Welle an Mysterythrillern ausgelöst. Aktuell findet sich dieses Phänomen bei Umberto Ecos neuem Werk „Der Friedhof in Prag“. Die Grundlage für all jene hat Autor Marco Frenschkowski in einer brillanten Einführung zusammengefasst.
Ich habe immer eine klare Meinung vertreten, was den Egoismus von Menschen betrifft. Ich habe stets gesagt, dass der Mensch von seiner Natur aus ein egoistisches Wesen ist. Wenn jemand auf andere hilfsbereit wirkt, warum tut er dies dann? Es ist doch nicht, weil er mit seiner Zeit nichts anderes anzufangen weiß. Nein, ich vertrete die Meinung, dass ein Mensch stets in solchen Aktionen seinen eigenen Vorteil sieht. Ob dieser in Form einer Gegenleistung oder in Form von Beliebtheit und Ansehen erfolgt, spielt dabei keine Rolle. Nachdem ich David Precht und sein Werk „Die Kunst, kein Egoist zu sein“ gelesen habe, muss ich das Bild ein wenig revidieren. Ich bleibe grundsätzlich bei meiner Mensch-ein-Egoist-Sicht, allerding ist das fortan nicht mehr unbedingt negativ zu sehen.
Es gibt einen relativ bekannten Spruch der besagt, dass Geld die Welt regiert und betrachtet man die Realität, muss man dieses Novum immer wieder beobachten. Menschen vergessen Freundschaften und häufig ihre eigenen Grundsätze, wenn der Euro, Dollar oder das Pfund in einem Zusammenhang dazu stehen. Der Journalist und die langjährige Nachrichtenikone Ulrich Wickert beschäftigt sich in seinem eBook „Redet Geld, schweigt die Welt“ mit eben jenem Phänomen. Intensiv abgelichtet wird die uns vor knapp drei Jahren ereilte Weltwirtschaftskrise, aber auch das alltägliche Leben und der Umgang jedes Einzelnen mit dem Thema Geld.