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Benecke verrät ein paar „Mordmethoden“

Schaurig sind die meisten von ihnen, unverständlich die Taten, ebenso unerklärlich, wie lange das Grauen verborgen geblieben ist. Morde und Verbrechen jeglicher Art sind längst zum festen Bestandteil unserer Medienwelt geworden. Mindestens jeder Dritte greift bei der Lesestoffwahl zu einem Thriller, die Fernsehabende sind gepickt von CSI, Monk, Alarm für Cobra11 oder, um beim Klassiker zu bleiben, mit einem Tatort. Dabei braucht es bei den grausamsten Verbrechen gar keine Fantasie, wie Autor Mark Benecke ebenso wie Rechtsmediziner Tsokos, Jurist von Schirach oder Gleichgesinnte es bereits mehrfach in ihren Werken bewiesen haben. Das wahre Grauen ist Sinnbild der Realität, in der wir leben – „Mordmethoden“ mein heutiger Beweis.

Spektakulär sind diese Werke alá Benecke oder auch Tsokos allemal. Sie zeigen uns einzelne Geschichten der Kriminalhistorie und präsentieren uns immer wieder neue Ermittlungsmöglichkeiten, um einen Täter zu überführen. In „Mordspuren“ begibt sich Benecke beispielsweise auf die Spuren der Restaurierung des Lenin-Leichnams oder derjenigen eines mörderischen Ehepaares, das in zwei Kleinstädten Kanadas Polizei an der Nase herumführte. Er integriert den Leser aber auch und befragt ihn nach seiner ganz eigenen Einschätzung bei prominenten Fällen wie dem Lindbergh-Mord oder der Anklage gegen O. J. Simpson. Eines schimmert bei jeder Seite durch – wir scheinen eine Gesellschaft zu sein, die nach Mord und Totschlag, kurz gesagt nach spannenden Kriminalgeschichten lechzt.

16 Dez
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