eBook-Welt

Da spricht ein Lehrerkind

Vorneweg, ich weiß ganz genau, wovon der junge Autor Bastian Bielendorfer in seinem Werk „Lehrerkind“ spricht, denn auch ich habe mich Zeit meines Lebens an zwei Elternteilen erfreuen dürfen, die stets von einer Schulklasse agierten. Insofern ergibt sich ein Unterschied, dass der junge Mann nun wirklich arges Pech hatte und auch noch beide an der von ihm besuchten Schule ihrer Arbeit nachgingen. Dadurch war er natürlich vorab als ein ganz besonderer Schüler auf dem Pausenhof charakterisiert, in seinem Werk, bestehend aus knapp 300 Seiten berichtet er uns, wie das war.

Klar, man kann das auch als praktisch ansehen, wenn man seinen Eltern quasi nicht jeden Tag berichten muss, was in der Schule vorgefallen ist. Aber will man das denn wirklich, will man, dass sie stets über alles informiert sind? Bielendorfers klare Antwort: Nein man will es nicht. Man möchte hingegen auch mal eine Urkunde der Bundesjugendspiele erhalten und nicht jeden Tag von Mitschülern daran gemessen werden, was Mama und Papa für Noten geben. Man will auch mal zuhause etwas Unbekanntes erzählen und nicht ständig hören, dass Lehrer XY im Lehrerzimmer über die letzte misslungene Arbeit sprach. Das alles blieb Bielendorfer erspart bzw. auch nicht erspart. Ein Gutes hat das jahrelange Durchhalten aber, ein richtig unterhaltsames Werk ist entstanden.

14 Dez
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