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Der Todeskünstler zerstört ihr Leben

Ist es nicht verwunderlich, dass wir Künstler jeglicher Art immer als sonderbar darstellen? Ich bin da ganz ehrlich, die meisten großen Maler verstehe ich nicht, weder ihre Bilder, noch was genau sie damit ausdrücken möchten. Ohnehin ist Kunst selten ein Abbild der Wirklichkeit, sie ist Fiktion und aus meiner Sicht entfaltet sie ihr wahres Wirken erst mit dem Austausch zu seinem Betrachter. Gut, genau genommen trifft auf Literatur exakt das Gleiche zu, wenngleich ich hier behaupten möchte, dass ich davon ein wenig verstehe. Vermischen wir doch einfach beide Arten des Schaffens, schließlich ist ja auch Literatur eine Kunst, auch wenn es nicht um Malerei geht. „Der Todeskünstler“ von Cody McFadyen beispielsweise ist ein schriftstellerisches Kunstwerk über einen Mörder, der mit Blut malt.

Was erschreckend klingt, wäre auch in der Realität beängstigend, vor allem, wenn man bedenkt, dass es sich dabei um Menschenblut handelt. Als Smoky Barrett im Thriller die Tür öffnet, ahnt sie bereits, was sich dort hinter befindet. Es sind blutige Spuren an der Wand, zwei vollkommen entstellte und geschändete Leichen auf dem Bett. Bei ihnen befindet sich auch ein kleines Mädchen, das einmal mehr in den Fokus eines Wahnsinnigen gerückt wird. Er tötet all jene, die ihr nahestehen und tut dies einzig und allein, um eines zu erschaffen – sein großes künstlerisches Meisterwerk.

27 Dez
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