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Die Datenfresser – Wenn das Internet die Macht über uns ergreift

Es ist schon verwunderlich mit anzuschauen, wie ein Trend, eine neue Technik, die ganz bestimmt viel Gutes bewirken kann, in den letzten Jahren den Menschen ergriffen hat. Tagtäglich werden wir Zeuge davon, wie Menschen im Internet noch eh man es selbst weiß, die neuesten Infos über die eigene Familie haben, wie sie sich freuen, weil jemand, dem sie in den letzten zehn Jahren einmal begegnet sind, das Freundschaftsangebot annimmt. Wir sind auf der anderen Seite erschrocken, wenn es Wildfremde sind, die an diese Informationen gelangen, wenn uns jemand auf der Straße anquatscht, den wir gar nicht kennen und uns fragt, wie es denn bei der gestrigen Party von Markus zu so einem Foto gekommen sei.

Facebook, Twitter, StudiVZ und Co. wissen mittlerweile mehr über uns als wir es selbst tun und bei alldem sprechen wir immer noch von einem Zeitvertreib, einer Möglichkeit mit Leuten zu kommunizieren, die wir nicht ganz so oft zu Gesicht bekommen. Das ist es auch, keine Frage, aber längst haben wir den Überblick verloren, was mit unseren Daten eigentlich genau passiert und vor allem, wer an sie herankommt. Ist Ihnen klar, warum Facebook alle ehemaligen Freunde von ihnen findet oder auf welche Daten Vater Staat zugreifen kann? Ich wusste es nicht. Umso wichtiger finde ich es, dass Leute wie Constanze Kunz und Frank Rieger es sich zur Aufgabe gemacht haben, die übrige Bevölkerung davon in Kenntnis zu setzen. Ihre Ergebnisse haben sie in „Die Datenfresser“ publiziert. Ein tolles Handbuch, um die Gewalt über die eigenen Daten zurückzuerlangen und so vielleicht ein Stück Privatsphäre wiederherzustellen.

29 Jun
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