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Die elfte Jungfrau – ein ganz besonderes Stück Historie

Die Geschichte liefert viel Stoff für all das, was wir heute in zahlreichen Romanen, geschrieben von zahlreichen Autoren, wiederfinden. Dass liegt vor allem daran, dass wir historische Begebenheiten nicht hautnah erlebt haben, bei historischen Ereignissen zugegen waren. Alles, was wir über vergangene Geschehnisse in unserem Gedankengut tragen, resultiert aus schriftlicher oder gar mündlicher Überlieferung. Diese sind jedoch nie ganz ein Spiegel der tatsächlichen Gegebenheiten, sind sie doch allesamt geprägt durch eine subjektive Interpretation. Geschichtsschreibung ist immer subjektiv und liefert nicht selten viel Leerraum, der durch eine andere subjektive Rekonstruktion gefüllt werden kann, frei lässt. In diese Lücke treten Romane, die historische Ereignisse und Orte als Thema benutzen, um etwas zu erzählen, was wohlmöglich gar nicht stattgefunden hat.

Einer dieser Romane ist „Die elfte Jungfrau“ von der deutschen Autorin Andrea Schacht. Im Jahr 1377 herrscht in Köln Karnevalszeit. Zwar ist dies nicht mit dem heutigen Feiern zu vergleichen, zahlreiche Menschen füllen aber auch schon im Mittelalter die Straßen. Auf diesen kam es in der Vergangenheit zu einigen mysteriösen Mordfällen. Bereits zehn junge Frauen scheinen Unfällen zum Opfer geworden zu sein, doch als die elfte Leiche mit gebrochenem Genick aufgefunden wird, bestätigt sich der Verdacht, dass noch mehr dahinter steckt als ein bloßer Zufall. Die junge Begine Almut kommt zusammen mit Pater Ivo einem Mysterium auf die Spur und stößt schon bald auf einen Reliquienhändler, der die Büsten der heiligen Ursula und ihren elf Jungfrauen zum Verkauf anbietet.

23 Jun
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