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Die Pfeiler des Glaubens als Wendepunkt der Geschichte

Nicht zuletzt dank dem Geschichtsunterricht wissen wir, dass die Verbreitung eines Glaubens seine blutigen Opfer verlangt. Jesus, der blutend am Kreuz hängt, ist gerade einmal der Anfang der christlichen Glaubensmission, die uns über die Kreuzzüge bis zum heutigen Dschihad führt. Es ist in jeder Religion, von den frühen Kulturen, in denen Menschen zu ehren Gottes geopfert wurden bis hin zu den heutigen Terroranschlägen, zu sehen, dass Menschen sterben müssen, weil jeder davon überzeugt ist, dass seine Weltanschauung die richtige sei. Im Spanien des 16.Jahrhunderts kommt es zu teils grobem Vorgehen der Christen gegen die Muslime, die sich 1568 zu einem Aufstand erheben.

Die Grundlage für “Die Pfeiler des Glaubens” scheint demnach historisch korrekt, der Rest ist eine begnadete Idee des Autos Ildefonso Falcones, der in Andalusien den Aufstand der Muslime darstellt. Unter ihnen ist auch der junge Mauro Hernando, der eine ganz andere Mission zu verfolgen scheint als die bloße Rache an den christlichen Peinigern. Nach dem blutigen Ausgang wächst in Hernando der Wunsch nach Frieden und Aussöhnung, seiner neuen Lebensaufgabe. Falcones begleitet Hernando auf seinem holprigen Kampf für die Übereinkunft der Religionen und führt uns ein Szenario vor Augen, das weder mit Grausamkeit geizt noch in uns den Glauben an eine bessere Gesellschaft zerstört.

14 Okt
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