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Ein Autor ist mehr als nur „Der Menschenmacher“

Autoren haben eine große Fähigkeit. Anders als in komplizierten Genlaboren können sie allein aus ihren Gedanken Menschen schaffen. Okay das Klonen ist nach wie vor ein heiß diskutiertes Fachgebiet, Gott sei Dank eines, das immer noch verboten ist. Wer will denn schon identische Menschen  haben und das in einer Welt, in der sich die Gesellschaft eh mehr um Stereotypen als Individuen kümmert? Autoren hingegen schaffen uns auch Menschen, sie klonen sie nicht, sie fügen sie aus ihren Ideen zusammen. Ganz wie ein Maler lassen sie ihr Werk nach und nach entstehen, bilden neue Charakterzüge aus, um letztlich so einen Menschen zu schaffen, der uns beeindruckt.

Oder eben einen Charakter, von dem wir vorrangig in Werken sprechen sollten. Autor Cody McFadyen hat uns schon so manchen eindrucksvollen Charakter geschaffen und auch David, der Hauptprotagonist des neusten Werkes „Der Menschenmacher“ ist eben jener Kategorie zuzuordnen. McFadyen hat einen Autor geschaffen, der in seinen Geschichten eine bewegte Kindheit zu verarbeiten versucht. Gemeinsam mit anderen Kindern wurde er von einem Mann gefangen gehalten, der sie vor unmenschliche Prüfungen gestellt hat, natürlich nur, damit sie auf richtige Art und Weise heranwachsen können. Auf Nichtbestehen folgten harte Strafen, der Mord an dem Mann galt als einzige Möglichkeit, ihn für sein Versagen zu strafen. Zwanzig Jahre später bekommt David einen Brief, durch den der Spuk von neuem beginnt, denn wie es scheint, war die Strafe nicht so eindeutig wie sie es immer schien.

9 Mrz
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