eBook-Welt

Ganz schön düster diese Chroniken der Unterwelt

City of BonesWer diesen Blog hier verfolgt, der hat es bestimmt schon registriert, dass das primäre Interesse des Blogautors nicht unbedingt im Fantasygenre seine Erfüllung findet. Nichtsdestotrotz aber lassen sich auch dort richtig interessante Geschichten herausfiltern. Falls gut konzipiert, können derartige Reihen wahre Manien auslösen. Die Konstruktionen sind dabei äußerst vielschichtig, der Autor bzw. die Autorin muss sich schon ein echtes Gesamtkunstwerk aus den Gedanken zimmern. Besonders eindrucksvoll schafft das derzeit Cassandra Clare. Ihre „Chroniken der Unterwelt“ dehnen sich momentan auf fünf Bände aus, der sechse ist für das nächste Jahr angekündigt. Ab dieser Woche darf man den ersten Teil der Saga, „City of Bones“, auch auf der Leinwand ansehen. Die eBook-Variante jedenfalls bot schon einmal Unterhaltung pur.

Bewährte Schemata in neuem Deckmantel

Hauptakteurin ist die 15-jährige Clary, die natürlich nicht ganz zufällig in die neue Rolle gerät. Einzelne Geschehnisse in der Vergangenheit haben immer schon darauf hingedeutet, dass sie ein ganz sonderbares Individuum darstellt.  Ihren eigenen Platz im Menschheitsgebilde hat sie noch nicht gefunden. Die Außenseiterin hat nur einen Freund. Mit Simon begibt sie sich eines Abends in einen Club, wo sie sieht, wie jemand von dunkelgekleideten Menschen ermordet wird. Zu allem Übel taucht auch noch der Markanteste aus ihren Reihen bei ihr auf, stellt sich als Jace vor und bringt Clarys Leben komplett durcheinander. Vorab wurde bereits ihre Mutter verschleppt und als ob das nicht bereits genug Trouble für einen Teenie wäre, soll neben der eigenen nun auch noch eine Parallelwelt mit Vampiren, Werwölfen, Zauberern und Dämonen existieren.

Eine Liebe, die sich schnell aufbaut

Ja, die einzelnen Elemente, die Clare in ihre Romanreihe integriert, wirken teilweise entlehnt, besitzen aber irgendwie auch ein gewisse Eigenständigkeit. Clary ist anders als beispielsweise Bella Swan. Was in Forks noch merkwürdig realisiert wurde und stets unreal wirkte, bekommt hier eine besondere Note an Selbstverständlichkeit. Clary zweifelt nicht an der Existenz dessen, was ihr nähergebracht wird und findet schnell Gefallen an der Gesellschaft der so genannten Schattenjäger. Die Dämonenverfolger, die in manchen Momenten an das Ensemble rund um Buffy erinnern, haben eine enorme Anziehungskraft auf sie. Dass mit Valentine der Schurke letztlich aus den eigenen Reihen kommt, ist eine tolle Spielart der Autorin. Zentral ist aber, wie in allen anderen vergleichbaren Werken auch, das Medium Liebe. Dass diese Clary und Jace von der ersten Begegnung an miteinander verbindet, wird niemand leugnen können. Sie entwickelt sich immer stärker und ist schon bald imstande, schwere Krisen und Probleme zu überwinden.

27 Aug
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