89 Jahre ist wahrlich ein stolzes Alter. Nichtsdestotrotz hätte man den Abenteuergeschichten von Otfried Preußler noch gerne länger zugehört. Gewagt schien das Unterfangen, als sich der zehnjährige Otfried einst dazu entschloss, Geschichten zu erzählen. Eine Ausbildung zum Lehrer wie sein Vater Josef oder aber zum Glasmacher wie viele seiner Ahnen wäre vielversprechender gewesen. Preußler jedoch hielt an seiner fantastischen Idee fest und begab sich auf den Weg, der größte Geschichtenerzähler des Landes zu werden. In „Krabat“ verwendete der geborene Tscheche wie auch in seinen anderen Werken die sagenumworbenen Erzählungen seiner böhmischen Heimat und entführte die Leser in die große Welt des Fantastischen.
Wenn man Fan eines Autors ist und zu irgendeinem Zeitpunkt seinem Schreiben verfällt, kommt man so wirklich nicht daran vorbei, sich auch kommende Werke von ihm zuzulegen. Umso besser scheint es, wenn sich dann gleich zwei Vertreter der eigenen literarischen Vorlieben zu einem gemeinsamen Projekt zusammentun. Da hat man dann nämlich gleich beide in einem Werk vereint und kommt somit in den Genuss der Talente beider Schriftsteller. Ende des vergangenen Jahres haben sich mit Rechtsmediziner Michael Tsokos und Thrillerautor Sebastian Fitzek zwei meiner Lieblingsautoren an einem Projekt versucht, „Abgeschnitten“ ist das Resultat.
Seien wir doch mal ganz ehrlich. Irgendwann ist der Datenspeicher jedes Menschen mal so sehr gefüllt, dass es ihm einfach schwerfällt, weitere Informationen abzuspeichern. Um dann wieder neue Dinge auf unsere Gehirnfestplatte zu laden, müssen wir ältere Sachen, die wir nicht mehr als notwendig erachten, von dieser löschen. Dank einem gewissen Herrn Bertelsmann ist es uns zumindest möglich, die wichtigsten von ihnen zu archivieren und sie jederzeit wieder zurück in die Erinnerung zu rufen. Dafür müssen wir sie nur nachschlagen, wodurch uns der Mann, der heute vor 221 Jahren das Licht der Erde erblickte, noch lange in Erinnerung bleiben dürfte. „Was ich mir schon immer merken wollte“ reiht sich in die Reihe von Hilfen, die auf den Gründer eines der bekanntesten Medienkonzerne zurückgehen, nahtlos ein.
Sicherlich ist der heute ausgewählte Titel mit Vorsicht zu genießen. Wie soll denn auch ein Berliner Stadtbezirk, der zudem als Problemkind bekannt ist, eine herrschende Stellung im globalen System einnehmen? Nichtsdestotrotz aber möchte der für den Stadtteil verantwortliche Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky die Wichtigkeit herausheben. So lautet nicht nur der Name seines Werkes „Neukölln ist überall“, sondern letztlich auch die zentrale These. Wie es so ist mit politisch brisanten Werken, regen sie stets zur Diskussion an. Man kann ihre Argumente widerlegen oder auch ihnen zustimmen. Herr Sarrazin beispielsweise wurde von vielen der Hetze gegen Ausländer beschuldigt, andere wiederum teilten seine brisanten Äußerungen.
Man kann über das Thema technischer Fortschritt eine Menge sagen. Die eine Seite der Medaille besteht aus Vorteilen. Eine bessere Vernetzung, schnellere Fortbewegung oder auch unkompliziertere Shoppingmöglichkeiten gehören dazu. Dem entgegen stehen negative Aspekte wie eine zunehmende Zeitverschwendung, die zur Sucht wachsen kann oder die Problematik der Rollenspiele und Ego-Shooter. Vor kurzem habe ich das Werk „Digitale Demenz“ von Manfred Spitzer gelesen. Das Werk verweist vorrangig auf die negativen Folgen, die jene Entwicklung von Smartphones, Internet und Playstation für den Menschen haben. Vorgestern habe ich dann eine Fernsehsendung verfolgt, die das Buch und damit auch das Thema offen diskutierte und mich so auf ein Neues selbst über die Aussagen Spitzers nachdenken ließ.
Das heutige Zusammenleben der Menschen gestaltet sich vielfach schwierig. Zwar rücken wir im Großen und Ganzen immer näher zusammen, Sklavenarbeit und andere menschenverachtende Systeme gehören weitgehend der Vergangenheit an. Einzelne ideologische Disparitäten finden sich aber nach wie vor. Dass man ein internationales Idealbild von demokratischen Verhältnissen favorisiert, liegt auch daran, dass sich große Persönlichkeiten vergangener Jahrhunderte ihre jeweiligen Gedanken dazu gemacht haben. Zu nennen wäre hier in jedem Fall Thomas Hobbes, der sich seinerseits in der epochalen Schrift „Leviathan“ zum Thema Staat und seiner idealen Gestaltung äußerte.
Der vierzehnjährige Sternensinger Krabat zieht verarmt durch das Land. Seine Träume rufen ihn immer wieder in die alte Mühle Koselbruch, von der die Menschen waren. Er macht sich trotzdem auf den Weg, sie zu finden. Dort angekommen wird ihm vom Meister ein sorgenloses Leben versprochen, wenn er sich der Mühle verschreibt. Mit elf anderen Jungs knechtet er fortan und ahnt bald darauf den Ursprung der gesellschaftlichen Angst. Immer wieder verschwindet einer der Lehrlinge und auch Krabat steht das gleiche Schicksal bevor. Seine ersten Versuche in der schwarzen Magie ermöglichen ihm die unsichtbare Aussicht auf ein wunderschönes Mädchen, in das er sich verliebt. Dies ist seine Möglichkeit, dem Fluch der Mühle zu entkommen, denn nur die wahrhaftige Liebe eines Mädchens kann ihn brechen.
Krabat Lesen
Michael Cordy ist ein begnadeter Autor. Spektakulär sind seine Verbindungen von wissenschaftlichem Fortschritt und menschlichen Abgründen, die all seine bisherigen Thriller auszeichnen konnten. Nach „Das Nazareth-Gen“ und „Die Genesis-Verschwörung“ führt er in „Der Kult“ zwar keinen biblischen Hintergrund in den Titel ein, der Unterhaltung tut dies aber keinen Abbruch. Ich wusste anfangs ehrlich gesagt nicht ganz genau, in welche Richtung Cordys Kult gehen soll und auch der Umfang schien ein wenig größer gewählt als es die zwei vorherigen Ausführungen verzeichnen konnten. Die anfängliche Spannung, die sich in mir aufbauschte, konnte der Thriller bis zum Ende halten, was ihn letztlich also als ein durchaus empfehlenswertes Schriftstück wachsen lässt.
Was kann man von einem guten literarischen Unterhaltungsstück erwarten? Sicherlich sollte es in erster Linie einmal unterhaltsam sein und womöglich einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Stellt sich nun die Frage, was denn am unterhaltsamsten sein könnte. Die Antwort lautet unser tägliches Leben. Hier erleben wir die unterschiedlichsten Geschichten und Sachen, die uns nachhaltig beschäftigen. Genau deshalb sollte man auch darüber reden oder wie im Fall von Multitalent Dr. Volker Kitz gleich darüber schreiben. Dieser nämlich hat in Zusammenarbeit mit Manuel Tusch „Psycho? Logisch!“ verfasst und somit ein Werk geschaffen, dank welchem wir die Realität verstehen und uns in ihr erfolgreich bewähren können.
Die griechischen Mythen sind einzigartig in ihrer Vielseitigkeit. Die Göttergeschichten haben mich schon immer fasziniert, ich habe als Kind zum Beispiel gerne Verfilmungen mit Bezug auf Herkules gesehen, war beeindruckt von der Kaltblütigkeit des Zeus und der unglaublichen Macht des Poseidon, der mit Wasser Sachen macht, die monströse Wirkung ausüben können. Heute ist es vor allem die Schicksalsgöttin Fortuna, die bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Der junge Percy Jackson hat sich nie sonderlich für solche Sachen interessiert. Zwar hatte er stets das Gefühl, dass mit ihm irgendetwas nicht stimmt. Aber wer kann schon ahnen, dass die Mythen keine Mythen sind und ihm als Sohn des Poseidon in „Diebe im Olymp – Percy Jackson Bd.1“ eine globale Wichtigkeit zukommt.