Wilhelm Hauff war wahrlich ein Meister seines Fachs und das als Autor der ausgehenden Romantik. Er hat viel geschafft in seinem Leben und das, obwohl er jenes nicht über das 25.Lebensjahr hinaus gestalten durfte. Von den Eltern aufgrund scheinbaren Mangels an Talent zum Theologiestudium bewogen, hat Hauff das Leben und den Weg, den er zu bestreiten versuchte, selbst gewählt und mit seiner durchaus satirischen Darstellung der Gesellschaft in „Der Mann im Mond“ einen Durchbruch erreicht. Danach drängt es den durchaus Belesenen danach, sich mit Sagen und Märchen zu beschäftigen, aus denen er lernt und sich die eigenen Inspirationen holt, dank derer wir ihn heute als Autor dessen sehen dürfen, was er uns als genüssliches Leseschmankerl hinterlassen hat.
Eigentlich fällt es mir nicht schwer über Literatur zu schreiben. Ich bin eine wahre Leseratte, sauge den Stoff in mich auf, verinnerliche ihn und lasse Sie in meinen Texten über die Bücher, die ich lese, daran teilhaben. In der Regel habe ich dann in diesen Beiträgen eine zentrale Thematik vor Augen, schreibe über einen Thriller, ein historisches Zeugnis globaler Literaturgeschichte oder etwas zum Schmunzeln, doch an Tagen wie diesem fällt es mir schwer, das thematisierte Schriftstück in ein Genre zu packen. Dieter Nuhr weiß selbst nicht einmal so richtig, was „Der ultimative Ratgeber für alles“ im Gesamten sein soll.
Es gibt gewisse Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Mann liebt das runde Leder, Autos und Actionfilme, Frau bevorzugt da eher Step-Aerobic, Shoppen und romantische Candlelight-Diner. Warum ist das so? Eine wirkliche Antwort zu finden, ist keinesfalls eine leichte Aufgabe, sie würde diesen kurzen Text, der allein dazu dient, Sie über Gegebenheiten des Lebens zu informieren und sie mitunter in einen literarischen Kontext zu verpacken, in seiner Länge maßlos ausdehnen. Also sagen wir es mal so, es muss wohl an den Genen liegen. Einfach, wohl auch inkonsequent, aber wir lassen es mal so stehen. Auch Pferde scheinen eher der Gattung Frau zu gefallen. Woran das liegt, ist mir ebenso unergründlich wie das Vorherige.
Ich denke, ich muss mich in diesen Tagen nicht dafür rechtfertigen, warum ich wenn ich schreibe, an Japan denke. Die Geschehnisse auf der globalen Kugel betreffen uns, wenngleich sie es nicht unmittelbar tun und so betreffen sie auch unsere Worte, unsere Gedanken, gelegentlich unsere Taten. Wir gedenken denjenigen, die der schweren Naturkatastrophe bereits zum Opfer gefallen sind, hoffen, dass sich die Zahl nicht weiter erhöht, auch wenn wir wissen, dass dies wohl in keiner menschlichen Macht mehr liegt. In den vergangenen Tagen habe ich als deutscher Bürger, der tausende Kilometer Luftlinie entfernt lebt, immer wieder darüber nach gedacht, wie mir Japan in meinem Leben bisher begegnet ist. Ein Teil daraus möchte ich heute vorstellen.
Gaius Julius Caesar ist ohne Frage eine der schillerndsten Figuren der globalen Geschichte. Nicht allein, weil sich die nachfolgenden Kaiser in Rom an seinem Namen und seinen Taten orientierten, er noch heute Hauptbestandteil zahlreicher Verfilmungen zum Thema Rom ist und wie eine göttliche Instanz scheinbar in jeder Thematik, die auch nur annähernd damit zu tun hat, einen Posten einnimmt, sondern auch aufgrund der Art, wie er es dazu gebracht hat. Die Geister scheiden sich an der Person Caesar, die den einen als großer Volksheld und ruhmreichen Herrscher in Erinnerung ist, die anderen ihn aufgrund seiner machtgierigen Skrupellosigkeit als Zerstörer der römischen Republik und als Menschenrechtsverletzer ansehen. Stellt sich die Frage, ob wir in der Zeit, in der die Zivilisation noch nicht lang aus dem Urzustand empor gekrochen ist, wirklich das Wort Menschenrecht schon in den Mund nehmen sollten.
Das Internet ist toll. Es gibt vieles, was wir durch es, beziehungsweise in ihm machen können. Wir können quizzen und shoppen, uns belesen und informieren, Freunde gruscheln und Leute, die wir nicht so mögen, blockieren. Wir können anderen die Fotos von unserer gestrigen Feier zeigen und sie vor denjenigen, für die wir in Zukunft arbeiten wollen, scheinbar geheim halten. Wir können uns bei diesen bewerben, dazu eine Videobewerbung ins Netz stellen. Wir können die Bilder von anderen „Usern“ kommentieren, uns selbst darauf einrahmen, Bücher bestellen oder nur die Inhaltsangabe ausdrucken, unsere Uninoten einsehen und die ganze Nacht durchspielen, sehen, wann wer Geburtstag und wann wer Training hat….
Zeit ist ein Medium, das wir nicht beeinflussen können. Eine Minute dauert 60 Sekunden, eine Stunde 60 Minuten und ein Tag 24 Stunden. Nach 365, genauer genommen 365 ¼ Tagen ist ein Jahr vorbei. Je nachdem, wie viele man bereits auf dem Buckel hat, lebt man nun schon 31, 46 oder 58 Jahre auf diesem Planeten.
Wenn die Weltbevölkerung drei Autoren benennen müsste, welche die Literaturgeschichte am meisten prägten, würden sich wohl nicht alle einig sein. Manche würden Homer nennen, der mit seiner „Odyssee“ ein Werk schrieb, an dem sich viele Nachfolgende orientierten. Hierzulande würden Namen wie Goethe und Schiller fallen, wohlmöglich stehen auch Lessing oder Heine auf dieser Liste.
Sie gelten als eines der fortschrittlichsten Völker der Kulturgeschichte, da sie Dinge taten und Dinge wussten, von denen nur wenige wussten und die noch weniger taten. Die Maya haben definitiv ihren Platz in der globalen Geschichte, ihre Bauten gelten als das geometrisch Perfekteste, was je errichtet wurde, noch vor den Pyramiden der Ägypter. Ihre Kenntnisse in den verschiedensten Bereichen, allen voran im Gebiet der Astronomie, gelten nach wie vor als unerklärlich und zudem als unerreicht.
Wieder eine Frau! So lautete Anfang der Woche das Ergebnis des diesjährigen Buchpreises, der nach der bewegenden Geschichte von Kathrin Schmidt im vergangenen Jahr diesmal an die gebürtige ungarische Schriftstellerin Abonji geht. Die Konkurrenz war groß, galt doch gerade für mich das vor kurzem erst vorgestellte „September“ von Thomas Lehr als haushoher Favorit