Lange ist es nicht mehr hin, bis die besten 23 deutschen Fußballer in Polen und der Ukraine gegen die 15 besten anderen europäischen Mannschaften um den Europameistertitel und damit die Nachfolge Spaniens wetteifern. Mit dabei ist wohl auch der Münchner Verteidiger Jerome Boateng, seinerseits Defensivspieler und wohl in erster Linie dazu da, um Tore zu verhindern. Jerome, der in Berlin groß geworden ist, über den HSV und Manchester City zum FC Bayern gefunden hat, besitzt einen Bruder, der ebenfalls sehr erfolgreich gegen den Ball tritt, wenngleich er hierzulande nicht den allerbesten Ruf genießt. Von beiden und dem dritten Bruder Goerge erzählt Journalist Michael Horeni in „Die Brüder Boateng“.
Was kann man von einem guten literarischen Unterhaltungsstück erwarten? Sicherlich sollte es in erster Linie einmal unterhaltsam sein und womöglich einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Stellt sich nun die Frage, was denn am unterhaltsamsten sein könnte. Die Antwort lautet unser tägliches Leben. Hier erleben wir die unterschiedlichsten Geschichten und Sachen, die uns nachhaltig beschäftigen. Genau deshalb sollte man auch darüber reden oder wie im Fall von Multitalent Dr. Volker Kitz gleich darüber schreiben. Dieser nämlich hat in Zusammenarbeit mit Manuel Tusch „Psycho? Logisch!“ verfasst und somit ein Werk geschaffen, dank welchem wir die Realität verstehen und uns in ihr erfolgreich bewähren können.
Genau genommen gibt es nichts Schrecklicheres als die Realität. Nichts ist grausamer, keine noch so gut ausgedachte Fiktion. Beinahe täglich erfahren wir von Morden, Körperverletzungen und kranken Ideen, die irgendwo langsam zu wachsen beginnen. Während im Film alle Täter relativ schnell überführt werden und eigentlich niemand nach einem Verbrechen ungestraft davonkommt, dauert es in der realen Welt häufig viel länger, bis ein Mord wirklich aufgeklärt werden kann. Dafür bedarf es vieler Mechanismen, die ausgehend von den unterschiedlichsten Kriminalbehörden miteinander verbunden werden müssen. Mark Benecke, seinerseits Kriminalbiologe, erzählt uns etwas von seinem Anteil und gibt in „Mordspuren“ einen Einblick in seine tägliche Arbeit, die Verbrechen in unserer Welt.
Des Öfteren schon habe ich mich als Fan historischer Geschichten geoutet, auch meine Bewunderung für den französischen Schriftsteller Dumas ist kein Geheimnis mehr. So zählt sein epochales Werk „Die drei Musketiere“ selbstverständlich zu den größten Literaturerzeugnissen, welche die vergangenen Jahrhunderte für uns bereithielten. Im letzten Jahr wurde der Klassiker von Hollywood neu aufgelegt und so bekam auch die jüngere Generation einen Einblick dessen, was tiefe Verbundenheit und innige Freundschaft alles aushalten können. Gemeinsam begeben sich die Musketiere Athos, Porthos und Aramis in jedes Gefecht. Der junge D´Artagnan will zu ihnen gehören, nach und nach schafft er es schließlich, sich ihren Respekt zu verdienen.
Norwegen galt immer als eines der friedlichsten Länder dieser Welt. Als einzige Ausnahme wird der Friedensnobelpreis nicht in Schweden verliehen, sondern bei dem skandinavischen Nachbarn. Bis zum letzten Jahr hat sich dahingehend wenig geändert. Doch im Juli 2011 passierte etwas, das man in der Art nicht vorhersehen konnte. Nachdem im Regierungsviertel eine Bombe hochging, war die Angst vor einem islamistischen Terroranschlag gigantisch. Niemand jedoch ging davon aus, dass diese Tat nur als Ablenkungsmanöver für das kommende Massaker auf der Insel Utøya dienen sollte. Hier beendete Anders B. auf heimtückische Art und Weise das Leben vieler Nachwuchshoffnungen der norwegischen Politik, Korrespondentin Ingrid Raagard hat den Fall in „Oslo/Utoya“ genau thematisiert.
Ein Justizsystem muss so aufgebaut sein, dass es gerecht ist. Es muss all jene schützen, die es befolgen und all jene bestrafen, die es nicht tun. Vor allem die Taten gegen die Gesundheit oder das Leben der anderen Menschen sollten in diesem System mit hohen Strafen belegt sein. Schließlich sind alle Menschen gleichgestellt. Damit wir solche Taten nicht zu Unrecht bestrafen ist ein Täter erst dann ein Täter, wenn wirklich einhundertprozentig bewiesen ist, dass er die Tat begangen hat. Im Fall von Nicole Dill gab es einen bereits verurteilten Täter. Diesen hielt man aber nicht vor weitere Taten ab und lieferte so den Zündstoff für ihr Werk „Leben! Wie ich ermordet wurde“.
Der Erfolg gibt all jenen Recht, die ihn haben. Wie man ganz nach oben kommt, haben viele Menschen mit unterschiedlichen Mitteln gezeigt. Einige von ihnen loben wir für die Art und Weise, wie sie es geschafft haben, andere rügen wir für ihre Methoden. Beneiden tun wir auf jeden Fall alle, die es geschafft haben, mit verschiedenen Ideen die ganz eigene Erfolgsstory zusammenbastelten. Carsten Maschmeyer genießt in der Öffentlichkeit nicht immer das beste Ansehen, zuletzt stand er im Zusammenhang mit unserem ehemaligen Bundespräsidenten im Fokus der Öffentlichkeit. Mit „Selfmade“ wagt er nun ein anderes Trittbrett, beeindruckend authentisch muss ich sagen.
Wir Menschen sind ja eigentlich sehr gemeinschaftsdenkende Wesen. Selten steht irgendjemand allein da, häufig hat ein Mensch irgendwen, der ihn unterstützt. Wir halten zu unseren engen Freunden, auch wenn sie mal einen Fehler begehen. Das Band unter Geschwistern kann ebenfalls nicht so schnell zerreißen, eine Meinungsverschiedenheit reicht da nicht aus. Die meisten humanen Wesen halten zusammen, so wirklich sein eigenes Ding zieht niemand durch, denn nimmt man es genau, erkennen wir, dass wir andere Menschen brauchen. So partnerschaftlich wir auch sind, es liegt auch in unserer Natur, Neid zu empfinden. Wenn jemand aus unserer Sicht besser dasteht beneiden wir ihn dafür. „Das gönn´ ich dir (nicht)! - Warum wir manchmal Neid empfinden“ erklärt, warum wir so veranlagt sind.
In einigen Kulturen unserer Welt gibt es Dinge, die mit unserem eurozentrischen Denken nicht richtig erscheinen. Es sind Sachen, die wir sehen und Taten, die andere tun. Wir verstehen diese nicht und auch nicht die ihnen zugrundeliegende Hintergründe. Ich denke, dass sich auch ohne diese europäisch-kulturell gefärbte Brille viele Taten nicht rechtfertigen lassen, egal welcher Religion, Kultur oder Staatsangehörigkeit man angehört. Ein so ein Fall, den ich mit einem kritischen Auge sehe ist jener einer heute in Kanada lebenden Frau, die sich über Jahre hinweg Misshandlungen ausgeben musste, eben, weil es Teil des kulturell-religiösen Verständnisses ihrer Angehörigen war. „Der Schleier der Angst“ ist ihr Versuch, sich mit dem Übel der eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen.
Wenn man Ferdinand von Schirach einmal gelesen hat, weiß man, dass „Schuld“ immer eine sehr breit zu definierende Sache ist. Natürlich ist jemand nach dem Gesetz schuldig, wenn er nach dem Gesetz ein Verbrechen begeht. Voraussetzung dafür ist aber, dass man ihm dieses Verbrechen auch nachweisen kann. von Schirach ist ein eindrucksvoller Autor, eben weil er nichts beschönigt und es bei vielen Fällen am Ende noch einmal schafft, den Leser zu verwundern. Wenn man den Abschluss vieler Geschichten des Strafverteidigers so im Raum stehen lässt, erkennt man die großen Lücken unseres Rechtssystems, aber eben auch seine Vorteile.