Na, wie wäre es einmal mit einem kurzen Pausensnack? Keinen Hunger? Na dann vielleicht mal ein eBook, das sich flüssig herunterliest, nicht nur, weil es in einem gut verträglichen Stil geschrieben ist, sondern auch, weil es anders als die anderen Varianten des Genres schnell zu einem Abschluss kommt? Irgendwie scheint die Gesellschaft mit ihrem Leseverhalten ganz akut auf die aktuellen Neuerscheinungen Einfluss genommen zu haben. Ganz nach dem Motto „Mensch macht Geschichte“ macht Mensch nun auch Geschichten. Vor allem scheint der Mensch zunehmend Mitsprachrecht auf die Länge des Lesestücks zu bekommen. So sind im eBook „Kleine Morde für Zwischendurch Bd.1“ gleich drei Geschichten in ein Werk gepackt.
Epochen dienen uns meist dazu, einen historisch bedeutsamen Zeitabschnitt einzugrenzen, ihn von anderen, ebenfalls bedeutenden historischen Abschnitten abzutrennen. Ja das Wort Epoche ist ein Begriff, der stets von der Nachwelt geprägt wird. Niemand sprach von Renaissance, als man gerade dabei war, die Schriften der Antike wieder zurück in den Fokus zu rücken. Auch von Aufklärung wurde zeitlebens noch nicht direkt gesprochen, auch das ist ein Epochenbegriff, der sich später als nützlich erwiesen hat. Dass dieser durchaus geschickt gewählt wurde und von seiner heutigen Bedeutung, die wir für das Verb ,aufklären´ geben würden, in seinen Grundzügen nicht weit entfernt liegt, ist ein schöner Nebeneffekt.
Wie viele Menschen bekommen eine zweite Chance? Mal ganz im Ernst, ist der Ruf einmal geschädigt, kann er nie wieder so hergestellt werden wie er einmal war. Bei Prominenten ist das am verheerendsten erkennbar, schaut man nur mal auf einen Herrn Kachelmann, ob unschuldig oder nicht. Dieses Wunderwerk, in dem der Einzelne zum Spielball der lüsternen Mediengesellschaft wird, hat Alexandre Dumas einst in seinen Romanen zur Sprache gebracht und das, obwohl er zu seiner Zeit über keine Medien verfügte, die wir heute als selbstverständlich ansehen. In seinem Roman „Der Graf von Monte Christo“ hat Dumas eindrucksvoll dargestellt, wie ein junger Mensch, der glücklicher nicht sein könnte, von einem auf den anderen Augenblick alles verliert und dennoch daraus stärker hervorgeht als man es einem heute Geschädigten zutrauen würde.
Lange ist es nicht mehr bis der Tag in die Welt bricht, an dem in Deutschland das nächste Sommermärchen eröffnet werden soll. Die Protagonisten heißen nicht Schweini und Poldi, es ist nicht der nun ausgemusterte Capitano Michael Ballack, der die Truppe aufs Feld führt und auch nicht sein Nachfolger Phillip Lahm. Nein die Namen sind andere, es sind Fußballer oder vielmehr Fußballerinnen, welche die Namen Prinz, Bajramaj oder Garefrekes auf ihren Trikots tragen. Die Frauenfußball-WM findet 2011 in Deutschland statt und die Frauen schwingen sich auf, eine ebenso große Euphorie zu entfachen wie es die männlichen Kollegen vor fünf Jahren taten.
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Manchmal werden wir in unserem alltäglichen Leben von Dingen heimgesucht, die wir nicht verstehen. Wir werden mit Sachen konfrontiert, die jenseits unseres Erfahrungsschatzes liegen und von daher, zumindest für uns, momentan nicht erklärbar scheinen. Okay, wir könnten uns damit zufrieden geben, der Mensch kann ja schließlich nicht alles erlernen und demnach auch nicht alles wissen. Es geht aber auch anders.
Na hoppla, was ist das denn? Ein Mann geht ins Fitnessstudio, um sich von einer Frau wieder in Form bringen zu lassen? Für mich klingt das auch trotz der längst etablierten Emanzipation der vergangenen Jahrzehnte nach wie vor ein wenig fragwürdig. Es klingt gar paradox, doch wohlmöglich liegt genau darin die Absicht von Stefan Schwarz, der uns mit „Hüftkreisen mit Nancy“ eine ganz neue Art der Midlife Crisis liefert.