Sie ist ohne Frage die Inkarnation der perfekten Schriftstellerin, um Frauen jeden Alters gebührend zu unterhalten. Kerstin Gier zieht Leserinnen in ihren Bann. Vollkommen unwichtig ist das dabei, ob diese 14 oder 82 Jahre alt sind. Mit ihrem Stück „Ein unmoralisches Sonderangebot“ schaffte sie bereits die 11.Auflage, auch das dazugehörige eBook hat seinen Platz auf einigen Readern bereits bekommen. Was Gier vielleicht am meisten auszeichnet, ist die Art und Weise ihrer Themenauswahl, denn nicht selten bringt sie Problemstellen des Lebens zu Papier, die viele Leserinnen so oder in ähnlicher Form schon einmal selbst erlebt haben und sich deshalb bereits mit den Geschichten identifizieren können.
Ein Justizsystem muss so aufgebaut sein, dass es gerecht ist. Es muss all jene schützen, die es befolgen und all jene bestrafen, die es nicht tun. Vor allem die Taten gegen die Gesundheit oder das Leben der anderen Menschen sollten in diesem System mit hohen Strafen belegt sein. Schließlich sind alle Menschen gleichgestellt. Damit wir solche Taten nicht zu Unrecht bestrafen ist ein Täter erst dann ein Täter, wenn wirklich einhundertprozentig bewiesen ist, dass er die Tat begangen hat. Im Fall von Nicole Dill gab es einen bereits verurteilten Täter. Diesen hielt man aber nicht vor weitere Taten ab und lieferte so den Zündstoff für ihr Werk „Leben! Wie ich ermordet wurde“.
In einigen Kulturen unserer Welt gibt es Dinge, die mit unserem eurozentrischen Denken nicht richtig erscheinen. Es sind Sachen, die wir sehen und Taten, die andere tun. Wir verstehen diese nicht und auch nicht die ihnen zugrundeliegende Hintergründe. Ich denke, dass sich auch ohne diese europäisch-kulturell gefärbte Brille viele Taten nicht rechtfertigen lassen, egal welcher Religion, Kultur oder Staatsangehörigkeit man angehört. Ein so ein Fall, den ich mit einem kritischen Auge sehe ist jener einer heute in Kanada lebenden Frau, die sich über Jahre hinweg Misshandlungen ausgeben musste, eben, weil es Teil des kulturell-religiösen Verständnisses ihrer Angehörigen war. „Der Schleier der Angst“ ist ihr Versuch, sich mit dem Übel der eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen.
Morgen Abend ist es soweit und mit „Die Rache der Wanderhure“ kommt bereits die zweite Verfilmung der Roman-Reihe von Iny Lorentz über die Fernsehbilder gehuscht. Natürlich wird Marie auch dieses Mal von TV-Sternchen Alexandra Neldel gemimt, hat sie sich doch schon im ersten Teil „Die Wanderhure“ als durchaus sehenswert präsentiert. Auch in der zweiten Rolle, in der sie in die Kluft des Mittelalters schlüpft, kann sich Neldel bewehren und allein deshalb dürfen wir uns auf die Prime Time des Dienstagabends freuen. Ganz nebenbei liefert auch der Stoff von Autorenpaar Iny Lorentz genug Grund dafür.
Schauen Sie das Dschungelcamp, das derzeit täglich über den Fernsehbildschirm flackert? Ich tue es aus genau einem Grund. So verschrien die Sendung auch ist, sie ist vor allem eines – unterhaltsam. Ob es die Hollywoodstories von Miss Nielsen sind oder die grammatikalischen Kenntnisse eines ehemaligen Bundesligatorjägers. Wir dürfen ihnen bei ihrem täglichen Kampf gegen die Gefahren des Dschungels und die Gefahren innerhalb der Gruppe zusehen. Wie hart dieser Ausnahmezustand wirklich sein kann, hat Sabine Kuegler schon vor Jahren in ihrem Werk „Dschungelkind“ für die Nachwelt aufgeschrieben. Sie hat nichts mit den D-Promis des Camps zu tun. Nein, ihre Geschichte ist keine 14-tägige Episode, es ist die Geschichte ihres Lebens.
Es sind nicht viele gute literarische Schriften, die es binnen kürzester Zeit auf die Kinoleinwand oder das Fernsehen schaffen. Manche Werke werden Jahrzehnte später mal wieder aus der Schublade geholt und für Hollywood produziert. Häufig kommt der Film nicht an das literarische Werk heran, meistens aber wissen wir bei Filmen gar nicht, dass es dafür bereits eine literarische Vorlage gibt. Dora Heldt ist eine Autorin, die durchaus für ihre Romane um das Leben in Norddeutschland, gespickt mit Liebe und Intrigen ohne Ende, bekannt wurde und umso mehr dürfte es sie selbst erfreuen, dass eine dieser Geschichte heute Abend Eingang in das deutsche Fernsehen findet.
Man sagt ja immer, dass Frauen eher auf zartbesaitete Literatur und Männer auf Geschichten rund um Mord und Totschlag abfahren. In großen Teilen der Realität würde ich für diese Hypothese Partei ergreifen und könnte dafür auch zahlreiche Beispiele geben. Ausnahmen jedoch bestätigen diese Regel, denn Susanne Mischke schreibt für Frauen, allein schon, weil ihre Hauptprotagonisten in den kleinen Mordgeschichten allesamt ihrem Geschlecht angehören. Von zarter Besaitung darf aber bei „Mordsweiber No.1“ keinesfalls gesprochen werden, denn in den drei dort enthaltenen Kurzgeschichten geht es teilweise sehr rabiat und folgenschwer zu.
Urlaub ist immer etwas ganz Besonderes. Es ist die Zeit, in der wir herauskommen, heraus aus unserem Alltag und den täglichen Stresssituationen. Es ist die Zeit, zu der wir auf den Offline-Modus umschalten dürfen und die wohlverdiente Pause, die wir uns im Jahr zuvor erarbeitet haben. Letztlich verdienen wir den Urlaub uns also und genau deshalb gönnen sich viele Menschen in ihrem Urlaub eine für sie gerade noch preislich erschwingliche Reise in die schönsten Ecken der Republik oder gar das entfernte Ausland. Dumm nur, wenn die gewünschte Erholung dann wie im Fall von Kerstin Giers Roman „Ach, wär ich nur zu Hause geblieben Bd.1“ nicht ganz so vollzogen werden kann.
Natürlich schließt das eine das andere bei normaler Betrachtung aus, aber nehmen Sie mal drei Wasserschüsseln, eine heiße, eine kalte und eine lauwarme! Schauen Sie mal, in welchem Raum sich die lauwarme bewegt – Überraschung ist quasi vorprogrammiert. Na gut so viel dazu, Dora Heldt hat in ihrem neuen Roman einen Titel gewählt, der die Wörter heiß und kalt verbindet. Doch eigentlich geht es gar nicht um Temperaturen, sondern vielmehr um Nähe und Ferne, Enge und Freiheit. So behandelt „Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt“ den Kampf einer 49.Jährigen gegen die Enge, die ihr der 50.Geburtstag vor zu programmieren scheint.
Bei manchen Menschen erkennt man ganz genau, warum die Masse ihnen zujubelt. Sie bestechen mit einer atemberaubenden Stimme, liefern sportliche Höchstleistungen oder berühren die Masse mit den Worten, die sie schreiben oder sagen. Ein Sebastian Vettel beispielsweise umjubeln wir aufgrund seines neuen Rekordes, der jüngste Doppel-Formel1-Weltmeister der Geschichte zu sein. Bei Daniel Katzenberger ist es nicht so ganz einleuchtend, was genau ihr ihren Ruf beschert, aber eines ist klar – Daniela Katzenberger ist populär, sie steht im Fokus wie kaum einer andere. Doch ist das Grund genug, dass Katze nach ihrem fulminanten Aufstieg als Fernsehstar nach dem Mikro nun auch zur Feder greift?