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Michael Punke schreibt über „The Revenant“

The RevenentIn diesem Jahr könnte es endlich soweit sein. Wenn es bei den Academy Awards so zugeht, wie alle erwarten, dann sammelt Leo DiCaprio 2016 endlich seinen ersten Oscar als Bester Hauptdarsteller ein. An den Start geht er mit dem Drama „The Revenant“. Den Golden Globe gab es dafür bereits und selbst die hartnäckigsten Kritiker scheinen sich mittlerweile damit abgefunden zu haben, dass DiCaprio in diesem Jahr endlich den lang ersehnten Triumph einheimst. Die Geschichte, der er dann im Februar womöglich die größte Auszeichnung seiner Karriere zu verdanken hat, stammt von Michael Punke und funktioniert auch als literarisches Werk sehr gut.

„The Revenant“ entführt den Leser ins bitterkalte Montana früherer Tage

Der Leser von „The Revenant“ muss sich erst einmal satte zweihundert Jahre in der Zeit zurückbegeben. So befindet er sich mitten im frühen 19. Jahrhundert. Im kalten Montana lernt er Pelztierjäger Hugh Glass kennen. Dieser wird am North Platte River von einem Grizzly angefallen und erleidet dabei lebensgefährliche Verletzungen. Beide Begleiter sehen kaum eine Überlebenschance. Als sie in naher Entfernung Indianer erblicken, verlassen sie den Mitstreiter, nehmen ihm aber vorher noch alle Waffen und Ausrüstungsgegenstände ab. Glass bleibt so schwer verletzt und auch noch vollkommen wehrlos neben dem bereits für ihn ausgehobenen Grab zurück.

„Der Rückkehrer“ will Rache

Es überrascht niemanden, dass Glass doch überlebt und als „Der Rückkehrer“ – so der deutsche Titel – wieder auf der Bildfläche erscheint. Ebenso wenig verwundert es, dass der Gute auf Rache schwört und die Übeltäter von eben dieser heimgesucht werden. Man folgt seinem ganzen Irrtrip, erfährt wie er sich mit gebrochenem Bein davonschleppt. Die 320 Seiten, die Autor Michael Punke zusammenträgt, zeigen auch wie er langsam wieder zu Kräften kommt und wie er sich für den entscheidenden Feldzug bereit macht. „The Revenant“ wird jene bluten lassen, die ihn haben bluten lassen.

29 Jan
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