Was zunächst nach einem richtig erfolgreichen Schauspieler klingt oder zumindest auf eine Person wie den berühmt berüchtigten Hochstapler Frank W. Abagnale, dessen Leben und Wirken im Kinostreifen „Catch me if you can“ eindrucksvoll inszeniert wurde, hinzielt, sind in Wirklichkeit die Synonyme für einen ehemaligen britischen Soldaten, der sich nun der Schriftstellerei gewidmet hat. Peter Stuart Smith ist sein richtiger Name, unter dem Pseudonym James Barrington verfasste er bis 2010 fünf Kriminalromane. Unter dem Pseudonym James Becker sind es mittlerweile deren drei. Der erste aus der so genannten Chris-Bronson-Reihe heißt „Unheilig“ und sorgt seit 2009 auch hierzulande für reichlich Aufsehen.
Stephen King war für mich ja ehrlich gesagt schon immer ein ganz besonderer Typ. Es schaffen wohl nur sehr wenige Autoren ihre eigenen Lebenserfahrungen in einen Roman einzubetten, der dann in einer fiktiven Welt spielt. Natürlich wäre es für jeden ein Traum, sich selbst in einer ganz persönlich geschaffenen Welt wiederzufinden, aber allein die Verwendung des Mannes, der King einst fast zu Tode fuhr, zeigt, dass zwischen King und seiner Romanwelt eine ganz besondere Verbindung besteht. Ich habe mich immer gefragt, ob er auch weiß, welche Spannung er mit seinen Büchern beim Leser erzeugt, vor allem, wenn ein Werk kein klares Ende hat.
Eines der menschlichsten Gefühle ist sicherlich nicht gerade charakteristisch für das Gute innerhalb der größten Säuger auf unserem Planeten, dennoch ist Rache nur allzu menschlich und jeder, der nicht dazu bereit ist, sich selbst anzulügen, muss zugeben, sich schon einmal gerächt zu haben. Wenn uns jemand einen Streich spielt, blühen wir auf Rache, wenn uns jemand etwas antut, ist dieses Gefühl noch größer. Ganz nach dem Motto, Rache ist süß, ist jeder dazu bereit, sich zu rächen, natürlich nur, um das Gleichgewicht wieder herzustellen. „Süß schmeckt die Rache“ lautet auch der Untertitel von „Deathkiss“, einem Thriller von Lisa Jackson.
Doug arbeitet auf einer Werft und als er eines Abends auf dem Heimweg ist, wird er überfallen. Der Angreifer schwingt ein großes Messer und stürzt sich auf Doug. Nach einem heftigen Handgemenge liegt der Angreifer tot am Boden. Doug nimmt die Brieftasche des Toten an sich und findet so seine Identität heraus. Er hat einen Serienkiller ermordet! In der Brieftasche findet sich auch eine mysteriöse Zeitungsanzeige, deren Spur Doug verfolgt und die ihn schließlich in die Reihen eines exklusiven Vereins führt: in den Club der Serienkiller. Mit der Identität seines Opfers ausgestattet wird Doug schnell vollwertiges Clubmitglied und findet immer größeren Gefallen an den geselligen Clubabenden, an denen sich die Mitglieder von ihren neuesten Streifzügen berichten und sich über die verschiedensten Neuigkeiten austauschen. Aber Dougs Geheimnis ist nicht sicher und so muss er das eine oder andere Clubmitglied verschwinden lassen, um nicht enttarnt zu werden. Natürlich bleibt der Mitgliederschwund nicht unbemerkt und als dann auch noch ein windiger FBI Agent auftauscht und von Doug Kooperation einfordert, wird die Luft immer dünner. Und das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt als Doug sich echte Hoffnungen auf einen Posten im Clubvorstand gemacht hat.
Tommy Jaud schwebt seit mehreren Monaten wahrlich auf einer echten Erfolgswelle. Sein Roman „Hummeldumm“ ziert sämtliche Bestsellerlisten, die skurrile Geschichte um eine perfekt zusammengestellte Reisegruppe, die mit dem Bus durch Namibia zieht, ist bestens angekommen. Mit derartigem Erfolg hat Jaud selbst wohl nicht rechnen können und dennoch ist das Werk mit dem sympathischen Erdmännchen auf dem Cover keinesfalls sein Debüt. In den vergangenen Jahren machte sich der Germanist bereits mehrfach als Bestsellerautor und Headwriter von Sat1 einen Namen.
Was würden Sie tun, wenn Sie ihr Leben noch einmal leben könnten? Nicht ihr komplettes Leben, aber zumindest den Augenblick, der dafür entscheidend war, dass ihr einstiges Leben beendet wurde. Sie würden doch alles dafür tun, dass das nicht noch einmal passiert oder? Sie würden versuchen, es rückgängig zu machen, denn eigentlich hat man nur ein Leben. Dies zu wiederholen wäre eine Art zweite Chance, eine, die Ihnen gegeben wurde, damit Sie diese nutzen und mit ihrem Leben das anstellen, was es verdient, es zu erhalten.
Wir finden sie in Berlin, in Rom und in Prag, in Moskau und London. U-Bahnen sind mittlerweile zu einem globalen Beförderungsmittel geworden, zu einem, was wenig Platz in einer Stadt für sich beansprucht, das es nicht über, sondern unter der Erde liegt. Natürlich ist beim U-Bahnfahren immer ein gewisses mulmiges Gefühl dabei, da man eben nicht sieht, was auf einen zukommt und immer die Befürchtung mitfährt, man komme nicht wieder zurück an die Erdoberfläche. Trotz alledem kann niemand leugnen, dass die U-Bahn ein praktisches Medium geworden ist, um von A nach B zu kommen.
Die Geschichte liefert viel Stoff für all das, was wir heute in zahlreichen Romanen, geschrieben von zahlreichen Autoren, wiederfinden. Dass liegt vor allem daran, dass wir historische Begebenheiten nicht hautnah erlebt haben, bei historischen Ereignissen zugegen waren. Alles, was wir über vergangene Geschehnisse in unserem Gedankengut tragen, resultiert aus schriftlicher oder gar mündlicher Überlieferung. Diese sind jedoch nie ganz ein Spiegel der tatsächlichen Gegebenheiten, sind sie doch allesamt geprägt durch eine subjektive Interpretation. Geschichtsschreibung ist immer subjektiv und liefert nicht selten viel Leerraum, der durch eine andere subjektive Rekonstruktion gefüllt werden kann, frei lässt.
Was muss alles passiert sein, wenn man sich auf etwas einlässt, zu dem man unter normalen Umständen mehr als ausreichend Distanz wahrt? Wie weit müssen äußere Einflüsse einen Menschen belasten, damit er sich selbst verrät und zu einer Kreatur wird, der menschliche Normen fremd sind und die zu allem bereit ist, wenn es denn nur das Fortbestehen der eigenen Existenz sichert? Als normaler Gesellschaftsbürger können wir so etwas wohl nur kaum nachvollziehen, das hängt aber damit zusammen, dass wir selbst noch nie in eine Situation gelangt sind, in der wir keinen weiteren Ausweg mehr sehen.