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Parzival auf der Suche nach dem Heiligen Gral

Es ist einer der ältesten Mythen der Geschichte. Seit nunmehr über 2000 Jahren ist das Christentum als eine der großen Religionen Bestand einer Kugel, die wir Welt nennen. Einer, der als zentrale Figur in der Glaubensgeschichte auftritt, ist Jesus von Nazareth, der am Kreuz für den Glauben einen Märtyrer-Tod starb. Einst wurde sein Blut in einem Kelch aufgefangen. Dieses Gefäß gilt als der Heilige Gral oder ist es vielmehr derjenige Kelch, aus dem Jesus im Letzten Abendmahl trank? Vielleicht ist der Gral auch gar kein Kelch, vielleicht ist es ein Korpus an wichtigen Dokumenten, vielleicht ein gigantischer Schatz, ein Berg von Gold oder auch der Stein der Weisen. Was der Heilige Gral wirklich ist, darüber kann keine Wissenschaft der heutigen Zeit mit Sicherheit Auskunft geben. Klar ist nur, dass sich seit jeher Mythen um diesen Gral drehen, so auch „Parzival“ – ein Ritter, der auszog, um Gralskönig zu werden.

Das Werk, das wir heute ganz gerne aus der Feder von Wolfram von Eschenbach sehen, hat seine eigentliche Entstehung bereits einige Jahre früher bei Chrétien de Troyes. Bei Wolfram aber hat sich das Werk erst zu dem entwickelt, was es heute ist – Die Darstellung eines Mythos´, der die Zeit überdauert. Ob wir heute Bücher über Tempelritter lesen oder Filme über ein Sakrileg der Kirchengeschichte sehen – die Sage vom Heiligen Gral hat uns Wolfram erhalten. So sehr Parzival, ein Ritter des 13.Jahrhundert, auch mit Schwert und Schild für den Heiligen Gral antritt, ob er an der Tafelrunde von Artus sitzt oder andere Krieger besiegt, allein mit diesen Tugenden kann sein Weg nicht zum Gral führen. Vielmehr muss er sich selbst und seinem Glauben folgen, dem Überfluss entsagen und auf das achten, worauf es im Leben ankommt – wahrhaftig eine moderne Betrachtung.

5 Sep
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