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Robotham spielt mit der Angst – „Amnesie“

Was würden Sie sagen, was unser Leben ausmacht? Auf was blicken wir, wenn wir unseren Lebensabend verbringen? Ist es der Kontostand? Ich denke nicht, denn irgendwann gibt es eine Zeit, in der wir Geld nicht mehr als das Allerwichtigste ansehen. Ich denke vielmehr, dass es die zahlreichen Erinnerungen sind, die wir von unserem Leben haben und die uns in der Einsamkeit zeigen, was wir in unserem Leben alles erlebt haben. Dazu zählen natürlich die erste Liebe, das erste Tor auf dem Fußballplatz, die schönen Sonnenuntergänge am Strand. Doch was ist, wenn wir all diese Dinge nicht mehr in unserer Erinnerung tragen, wenn wir durch einen Zwischenfall all das verlieren, unsere Gedanken verlieren?

Ohne Frage ist Amnesie eine der schrecklichsten Krankheiten, die einem Menschen wiederfahren kann. Am Anfang kann da eine Welt zusammenbrechen, besonders wenn man die Menschen nicht mehr wieder erkennt, die einem mal so wichtig waren. Thriller-Autor Michael Robotham spielt mit der menschlichen Furcht und lässt seinen Hauptprotagonisten in „Amnesie“, den Detective Vincent Ruiz, ohne Erinnerung aufwachen. Halb ertrunken aus der Themse gefischt, verbringt er einige Tage im Koma, ehe er erwacht. Seine gesamte Erinnerung scheint wie weggeblasen. Als er das Foto eines Mädchens entdeckt, das vor drei Jahren entführt wurde, durchzuckt ein Argwohn Ruiz. Irgendetwas ist mit diesem Mädchen, irgendetwas weiß er, doch was, daran kann er sich nicht erinnern.

1 Jun
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