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Sir William Golding – „Der Herr der Fliegen“ feiert 100.Geburtstag

Heute genau vor einhundert Jahren ist im britischen Cornwall ein Mann auf die Welt gekommen, der aufgrund seiner Leistung für die globale Literatur und das Königreich Großbritannien in den Geschichtsbüchern als Sir bezeichnet wird. Schon in jungen Jahren, kurz nach der Einschulung begann Sir William Golding mit dem Schreiben. Nach ersten kleineren Gedichten in den Anfangsjahren waren es die Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges, die Goldings weiteres Werk prägten. So ist „Der Herr der Fliegen“ eine Geschichte, die speziell die sonderbaren Beziehungen in einer Gemeinschaft darstellen. Wenn anfänglicher Zusammenhalt in Tyrannei, Mord und Totschlag umschlägt, daann zeigt sich der ganze Abgrund, der hinter einer menschlichen Seele schlummert.

Es sollte ein normaler Flug werden, doch als eine Gruppe britischer Schuljungen nach einem Flugzeugabsturz auf einer Insel irgendwo im Pazifik landet, dreht sich ihr komplettes Weltbild. Ohne Erwachsene und ohne bestehende Ordnung und Gesetze sind sie sich selbst ausgeliefert. Was anfangs zu funktionieren scheint, da die Jungs eine Rangfolge und eine einheitliche Gemeinschaftsordnung aufbauen, münzt um in Zustände, die mit sozialer Menschlichkeit rein gar nichts mehr zu tun haben. Das individuelle Schicksal jedes Einzelnen bestimmt das Geschehen, die Gemeinschaft zerfällt und es entsteht eine Art Szenario, welches die menschlichen Abgründe der 40-erJahre wieder zurück an die Erdoberfläche spült.

19 Sep
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