Die grausamsten Verbrechen passieren meist in Kleinstädten. Hier, wo eigentlich jeder jeden kennt, bleiben die übelsten Szenarien über Monate, manchmal gar Jahre unentdeckt. Die Täter hatte man über all die Zeit, die sie hier wohnen, als recht gute Menschen eingeschätzt, Menschen, über die man nichts Schlechtes sagen kann. „Niceville“ ist so ein Ort, eine verschlafene Kleinstadt im Süden der USA, die auch nach Jahren noch fest in den Händen seiner Gründerväter ist. Alles beginnt mit dem Verschwinden von Rainey Teague, einem der Nachfahren dieser Gründerväter. Er wird erst zehn Tage später in einer alten Familiengruft wiedergefunden und fällt daraufhin ins Koma, beide Elternteile scheiden freiwillig aus ihrem Leben.
In einigen Kulturen unserer Welt gibt es Dinge, die mit unserem eurozentrischen Denken nicht richtig erscheinen. Es sind Sachen, die wir sehen und Taten, die andere tun. Wir verstehen diese nicht und auch nicht die ihnen zugrundeliegende Hintergründe. Ich denke, dass sich auch ohne diese europäisch-kulturell gefärbte Brille viele Taten nicht rechtfertigen lassen, egal welcher Religion, Kultur oder Staatsangehörigkeit man angehört. Ein so ein Fall, den ich mit einem kritischen Auge sehe ist jener einer heute in Kanada lebenden Frau, die sich über Jahre hinweg Misshandlungen ausgeben musste, eben, weil es Teil des kulturell-religiösen Verständnisses ihrer Angehörigen war. „Der Schleier der Angst“ ist ihr Versuch, sich mit dem Übel der eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen.
Zunächst dachte ich, ich könne meinen Augen nicht mehr trauen. Dann jedoch kam die Erkenntnis, dass ich es wohl oder übel muss, auch wenn ich damit etwas eingestehe, was man nicht für möglich hält. Bei einem ägyptischen Erstliga-Fußballspiel sollte es um Punkte gehen und gewöhnlicher Weise tut es das auch. Wer mehr Tore schießt, gewinnt die Partie und bekommt ganz nach internationalem Standard drei Punkte für die Meisterschaft. Doch anscheinend reicht das vielen längst nicht mehr. In Port Said mussten nach der Partie gegen Topmannschaft Al Ahli über 70 Menschen ihr Leben lassen, eine vierstellige Zahl wurde verletzt. So ein Horrorszenario schien immer so fern, doch seit diesem Ereignis wirken Werke wie „The Football Factory“ längst nicht mehr so entfernt.
Es ist wieder soweit, die zahlreichen Universitäten des Landes haben sich dazu entschieden, ihre Schützlinge in das Haifischbecken Prüfungen zu schubsen. Ob diese das wollen oder nicht, spielt dabei eine vollkommen untergeordnete Rolle. Die Folge dieses Leistungsdruckes, unbedingt durch die Prüfungen zu kommen, und des Zwangs, auf die heiklen Fragen des Dozenten die richtigen Antworten zu finden, ist, dass viele der Prüflinge enormem Stress ausgesetzt sind. Dank Vera F. Birkenbihl bekommen viele Studenten jetzt die Lösung, um „Prüfungen bestehen“ zu können und das ohne großen Stress beim Lernen und schlaflose Nächte während der Vorbereitungszeit.
Unsere Welt gibt sich immer mehr dem technischen Fortschritt preis. Wir nehmen diesen teilweise gar nicht mehr selbst wahr, er ist als wichtiger Bestandteil längst in unseren Alltag mit eingeflossen. Wir bestellen unser tägliches Essen im Internet, kommunizieren über eben jenes mit unseren Liebsten und ganz im Ernst: Wem ist es heute noch möglich, ohne das Internet noch ein vollständig anerkanntes Leben innerhalb des gesellschaftlichen Rahmens zu führen? Doch ein Gedanke spielt immer wieder eine versteckte Rolle, wenn es darum geht, über das WorldWideWeb und seine Folgen nachzudenken. Was ist, wenn wir jene Macht unterschätzen und sie irgendwann nicht mehr kontrollieren können? Ein Horrorszenario, in welchem die Technik den Menschen besiegt und das, wie Robert Harris es in seinem neuen Thriller vorführt, ein wahnsinnige „Angst“ in uns auslöst.
Es lässt sich definitiv nicht leugnen, dass innerhalb des letzten Jahrzehnts zahlreiche gute und qualitativ lesenswerte skandinavische Krimiautoren ihre Zeilen über den Globus verteilt haben. Von Larsson bis Mankell ist jeder einen Blick in die Geschichten wert, ebenso Jussi Adler-Olsen aus unserem dänischen Nachbarstaat. Sein Titelheld Carl Mørck ist mir durchaus schon einmal unter die Augen gekommen, nachdem ich mir mal auf dem neuen eBook-Reader einer Verwandten die bereits vorinstallierten Leseausschnitte durchzappte, erinnerte ich mich an ihn zurück. Dort nämlich gab es einen zwanzig seitigen Einblick in „Erlösung“, den dritten und bisher letzten Fall für den Mann vom Sonderdezernat Q.
David Morrell ist ein herausragender Autor, zumindest, wenn es um richtig gute Actionthriller geht. Was viele gar nicht wissen, ist, dass Mister Stallone alias John Rambo für seine Kinorolle eine literarische Vorlage hatte, eben von jenem David Morrell. Man kann also gut und gerne behaupten, dass der Mann schon Geschichte geschrieben hat. Er ruht sich darauf aber nicht aus, sondern schreibt auch nach dem Elitekrieger zahlreiche Werke, so wie „Creepers“, eine abwechslungsreiche Geschichte um eine abenteuerlustige Gruppe, die auf der Suche nach dem individuellen Nervenkitzel ihr blankes Horrorszenario erlebt.
Was würden Sie sagen, was unser Leben ausmacht? Auf was blicken wir, wenn wir unseren Lebensabend verbringen? Ist es der Kontostand? Ich denke nicht, denn irgendwann gibt es eine Zeit, in der wir Geld nicht mehr als das Allerwichtigste ansehen. ich denke vielmehr, dass es die zahlreichen Erinnerungen sind, die wir von unserem Leben haben und die uns in der Einsamkeit zeigen, was wir in unserem Leben alles erlebt haben. Dazu zählen natürlich die erste Liebe, das erste Tor auf dem Fußballplatz, die schönen Sonnenuntergänge am Strand. Doch was ist, wenn wir all diese Dinge nicht mehr in unserer Erinnerung tragen, wenn wir durch einen Zwischenfall all das verlieren, unsere Gedanken verlieren?
Novellen sind etwas Schönes. Sie fließen in der Regel als kurzer, aber äußerst genüsslicher Lesestoff die Leserseele hinunter, hinterlassen trotz ihrer Kürze einen bleibenden Eindruck und unterhalten manch tristen Augenblick. Ja richtig, ich bin ein absoluter Novellenfreund, kenne die Klassiker und aktuellen Variante der heutigen Moderne und dennoch war ich ein bisschen verwundert, als ich auf eine ganz besondere Novellensammlung eines ganz besonderen Autoren gestoßen bin. Stephen King war mir ein Begriff, natürlich war er das, aber Novellen wären definitiv das Letzte gewesen, was ich mit dem Meister des Schreckens in Verbindung gebracht hätte.
Autoren haben eine große Fähigkeit. Anders als in komplizierten Genlaboren können sie allein aus ihren Gedanken Menschen schaffen. Okay das Klonen ist nach wie vor ein heiß diskutiertes Fachgebiet, Gott sei Dank eines, das immer noch verboten ist. Wer will denn schon identische Menschen haben und das in einer Welt, in der sich die Gesellschaft eh mehr um Stereotypen als Individuen kümmert? Autoren hingegen schaffen uns auch Menschen, sie klonen sie nicht, sie fügen sie aus ihren Ideen zusammen. Ganz wie ein Maler lassen sie ihr Werk nach und nach entstehen, bilden neue Charakterzüge aus, um letztlich so einen Menschen zu schaffen, der uns beeindruckt.