Die Sagen um die Tempelritter bestehen aus großen Mythen, die der Welt so viel Freiraum für eigene Mythen, die sie dann den Templern quasi in die Schuhe schieben, ermöglichen. Das ist der Kreislauf der Geschichte, denn seit jeher entdecken Leute in den unterschiedlichsten Geschichten die unterschiedlichsten Sachen, die ihr Interesse wecken. Diese spinnen die dann weiter und schon entstehen einige Geschichten, die mehr oder weniger dem eigentlichen Kern der Sache nahe kommen. Mit den Geschichten um die Templer ist das so ähnlich. Man vermutet den heiligen Gral in ihrem Besitz und nebenbei noch unzählige andere Gegenstände der christlichen und globalen Weltgeschichte.
Nicht zuletzt dank dem Geschichtsunterricht wissen wir, dass die Verbreitung eines Glaubens seine blutigen Opfer verlangt. Jesus, der blutend am Kreuz hängt ist gerade einmal der Anfang der christlichen Glaubensmission, die uns über die Kreuzzüge bis zum heutigen Dschihad führt. Es ist in jeder Religion, von den frühen Kulturen, in denen Menschen zu ehren Gottes geopfert wurden bis hin zu den heutigen Terroranschlägen, zu sehen, dass Menschen sterben müssen, weil jeder davon überzeugt ist, dass seine Weltanschauung die richtige sei.
Was zunächst nach einem richtig erfolgreichen Schauspieler klingt oder zumindest auf eine Person wie den berühmt berüchtigten Hochstapler Frank W. Abagnale, dessen Leben und Wirken im Kinostreifen „Catch me if you can“ eindrucksvoll inszeniert wurde, hinzielt, sind in Wirklichkeit die Synonyme für einen ehemaligen britischen Soldaten, der sich nun der Schriftstellerei gewidmet hat. Peter Stuart Smith ist sein richtiger Name, unter dem Pseudonym James Barrington verfasste er bis 2010 fünf Kriminalromane. Unter dem Pseudonym James Becker sind es mittlerweile deren drei. Der erste aus der so genannten Chris-Bronson-Reihe heißt „Unheilig“ und sorgt seit 2009 auch hierzulande für reichlich Aufsehen.