Die Familie Medici sollte jedem, der über ein wenig historische Kenntnis verfügt, ein Begriff sein, hat sie doch zum einen Florenz zu einer der wirtschaftlichen Hochburgen der Renaissance gemacht, zum anderen genau jene geprägt, in dem die Familie Persönlichkeiten wie Da Vinci, Michelangelo oder Machiavelli an den eigenen Hof holte. Die Stadt inmitten der Toskana hat heute vielleicht nicht mehr den ganz großen Namen, zumindest für Leute, die sich mit der Renaissance beschäftigen aber einen Status, der seinesgleichen sucht.
Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass man nie versuchen sollte, einen anderen zu kopieren, auf seine Art und Weise Dinge zu tun, versuchen in seinem Stil zu arbeiten. In der Literatur ist es eine noch viel gefährliche Gratwanderung, denn schnell erwägt man den Eindruck, ein Plagiat geschaffen zu haben. Letztlich hat sich in den letzten Jahren ein neues Genre entwickelt, das spannende Geschichten über mysteriöse Artefakte erzählt, welche die Existenz der Katholischen Kirche in ernsthafte Schwierigkeiten bringen kann. Immer wieder werden neue Konstrukte behandelt, wenngleich das Thema stets identisch ist. So können die Autoren über die verschiedensten Indizien zur Jesus´ Homosexualität oder verborgene Schätze sprechen, die das Schriftstück Bibel in Frage stellen, gemessen werden aber alle an Dan Brown.
Was zunächst nach einem richtig erfolgreichen Schauspieler klingt oder zumindest auf eine Person wie den berühmt berüchtigten Hochstapler Frank W. Abagnale, dessen Leben und Wirken im Kinostreifen „Catch me if you can“ eindrucksvoll inszeniert wurde, hinzielt, sind in Wirklichkeit die Synonyme für einen ehemaligen britischen Soldaten, der sich nun der Schriftstellerei gewidmet hat. Peter Stuart Smith ist sein richtiger Name, unter dem Pseudonym James Barrington verfasste er bis 2010 fünf Kriminalromane. Unter dem Pseudonym James Becker sind es mittlerweile deren drei. Der erste aus der so genannten Chris-Bronson-Reihe heißt „Unheilig“ und sorgt seit 2009 auch hierzulande für reichlich Aufsehen.