Sie ist ohne Frage die Inkarnation der perfekten Schriftstellerin, um Frauen jeden Alters gebührend zu unterhalten. Kerstin Gier zieht Leserinnen in ihren Bann. Vollkommen unwichtig ist das dabei, ob diese 14 oder 82 Jahre alt sind. Mit ihrem Stück „Ein unmoralisches Sonderangebot“ schaffte sie bereits die 11.Auflage, auch das dazugehörige eBook hat seinen Platz auf einigen Readern bereits bekommen. Was Gier vielleicht am meisten auszeichnet, ist die Art und Weise ihrer Themenauswahl, denn nicht selten bringt sie Problemstellen des Lebens zu Papier, die viele Leserinnen so oder in ähnlicher Form schon einmal selbst erlebt haben und sich deshalb bereits mit den Geschichten identifizieren können.
Ganz sicher kommt es nicht von ungefähr, dass die große Anzahl der besten Thriller seit ein paar Jahren von Autoren aus dem Norden unseres Kontinents geschrieben werden. Der Norweger Tom Egeland macht hierbei keine Ausnahme. So schafft es auch sein Thriller „Das Luzifer Evangelium“ den Leser zu begeistern, ihm ein wenig Angst einzujagen und ihn auf jeden Fall an das Werk zu fesseln. Wenngleich die christliche Geschichte den Namen ein wenig anders konnotiert, ist der Erzengel Luzifer heute eines der am häufigsten verwendeten Synonyme für den wahrhaftigen Teufel, der Titel verspricht also bereits einiges.
Was kann man von einem guten literarischen Unterhaltungsstück erwarten? Sicherlich sollte es in erster Linie einmal unterhaltsam sein und womöglich einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Stellt sich nun die Frage, was denn am unterhaltsamsten sein könnte. Die Antwort lautet unser tägliches Leben. Hier erleben wir die unterschiedlichsten Geschichten und Sachen, die uns nachhaltig beschäftigen. Genau deshalb sollte man auch darüber reden oder wie im Fall von Multitalent Dr. Volker Kitz gleich darüber schreiben. Dieser nämlich hat in Zusammenarbeit mit Manuel Tusch „Psycho? Logisch!“ verfasst und somit ein Werk geschaffen, dank welchem wir die Realität verstehen und uns in ihr erfolgreich bewähren können.
Erinnern Sie sich noch an diesen lustigen Kaspar in Glitzerjacke und mit wellender blonder Lockenmähne? So richtig etwas gemeinsam mit demjenigen, den wir momentan wieder Samstagabends am Fernsehbildschirm in Deutschlands größter Musikcastingshow sehen, hat er nicht mehr – den Namen vielleicht und die Sprüche, die jetzt aber erst auch an die Allgemeinheit dringen können. Experten wissen, dass Dieter Bohlen auch früher schon mal den ein oder anderen lustigen Spruch herausgehauen hat. Doch erst jetzt, wo man ihn durch DSDS als Poptitan charakterisiert, haben es seine Floskeln auch geschafft, Kultstatus zu erreichen. In „Meine Hammer-Sprüche“ finden sich die besten von ihnen, weshalb ein Blick hinein sich als komische Alltagsabwechslung ja förmlich anbietet.
Man kennt ganz sicher den Kinostreifen „Der mit dem Wolf tanzt“. Vor mehr als zwei Dekaden durfte man Kevin Costner in seiner wohl besten Rolle mehr als drei Stunden dabei zusehen, wie er den Western revolutioniert. Diese Geschichte im Gedächtnis dürfte wohl auch Maike Maja Nowak zu ihrem Werk bewogen haben, anders lässt sich der Titel für mich nicht erklären. „Die mit dem Hund tanzt“ reiht sich gnadenlos in die Reihe derjenigen Werke ein, in denen es zumindest vom Titel her darum geht, mit Tieren zu tanzen. Mit Gemeinsamkeiten war es das dann aber auch schon, denn es geht hierbei weder um einen Western, noch werden wir Mister Costner in der Hauptrolle einer möglichen Verfilmung sehen.
Also irgendwie ist Stephen King für mich eine Art Philosoph des 21.Jahrhundert. Irgendwie schwingt immer eine gewisse Botschaft mit, wenn man seine Thriller liest oder die Verfilmungen dazu begutachtet. „Raststätte Mile 81“ hat bei mir auch wieder so einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Sei es auch nur der, dass man entweder erst ab einem gewissen Alter Alkohol trinken oder, dass man im Fall jedes Alters den Konsum nicht übertreiben sollte. Vielleicht aber steckt auch noch eine ganz andere Botschaft in diesem Werk, womöglich eine, die sich einem auch bei längerem Nachdenken noch nicht so ganz präsentieren möchte.
Mit Fantasygeschichten ist es immer so eine Sache. Entweder verfällt man ihrem Zauber oder aber man nimmt Abstand, kann sich nicht dafür begeistern. Ich denke, dass hier der erste Eindruck ganz entscheidend ist. Nur wer von Beginn an auf der Welle mitschwimmt, wird ihr langfristig folgen und kann sich ordentlich von ihr tragen lassen. Bei „Der Herr der Ringe“ von J. R. R. Tolkien wurde ich ganz persönlich von eben jener Welle mitgerissen, wollte alles über die Gestalten von und aus Mittelerde in Erfahrung bringen, holte mir sämtliche Zeitungsspecials mit Hintergrundinformationen, las das Mammutwerk und ging natürlich mehrfach ins Kino.
Morgen Abend ist es soweit und mit „Die Rache der Wanderhure“ kommt bereits die zweite Verfilmung der Roman-Reihe von Iny Lorentz über die Fernsehbilder gehuscht. Natürlich wird Marie auch dieses Mal von TV-Sternchen Alexandra Neldel gemimt, hat sie sich doch schon im ersten Teil „Die Wanderhure“ als durchaus sehenswert präsentiert. Auch in der zweiten Rolle, in der sie in die Kluft des Mittelalters schlüpft, kann sich Neldel bewehren und allein deshalb dürfen wir uns auf die Prime Time des Dienstagabends freuen. Ganz nebenbei liefert auch der Stoff von Autorenpaar Iny Lorentz genug Grund dafür.
Ken Follett kennen wir ja nur zu vielfachen als einen Meister der historischen Geschichten. Einige von ihnen wurden in mehrteiligen Filmproduktionen auf den Bildschirm gebracht, andere, die denen in Sachen lesenswerte Qualität in nichts nachstehen, haben es noch nicht geschafft. Dabei liefern neben Monumentalwerken wie „Die Säulen der Erde“ auch Romane wie „Die Nadel“ vielversprechenden Historienstoff, der spannend gestaltet ist und zudem sehr anspruchsvolle Thematiken behandelt. Spielort des Geschehens ist nicht wie vielleicht bei Follett erwartet das Mittelalter, sondern der April 1944, also eine Zeit inmitten des wohl größten Übels der Weltgeschichte, dem 2.Weltkrieg.
Was würden wir wohl tun, wenn es in unserer Macht steht, die Geschehnisse exakt so hinzudrehen, dass wir am Ende unseres Lebens auf ein eben solche zurückblicken können, das keinerlei Negatives in sich trägt? Wie wäre es, wenn wir alles genau planen könnten, wie, wenn wir es uns vorher genau so ausmalen würden? Es wäre schrecklich, oder nicht? Ein Leben, in dem alles aus einem Plan besteht, der dann auch noch in Perfektion so ausgeführt wurde, ist kein Leben. Ihm fehlt das, was wir Würze nennen, die täglichen Überraschungen und Wendungen. Tony Webster, der Hauptprotagonist in „Vom Ende einer Geschichte“, erlebt im Werk jedoch mehr Wendungen als ihm lieb sind.