89 Jahre ist wahrlich ein stolzes Alter. Nichtsdestotrotz hätte man den Abenteuergeschichten von Otfried Preußler noch gerne länger zugehört. Gewagt schien das Unterfangen, als sich der zehnjährige Otfried einst dazu entschloss, Geschichten zu erzählen. Eine Ausbildung zum Lehrer wie sein Vater Josef oder aber zum Glasmacher wie viele seiner Ahnen wäre vielversprechender gewesen. Preußler jedoch hielt an seiner fantastischen Idee fest und begab sich auf den Weg, der größte Geschichtenerzähler des Landes zu werden. In „Krabat“ verwendete der geborene Tscheche wie auch in seinen anderen Werken die sagenumworbenen Erzählungen seiner böhmischen Heimat und entführte die Leser in die große Welt des Fantastischen.
Als ich mich selbst noch in einem Alter befand, in dem der Fantasie noch besonders viel Raum zur Entfaltung gelassen wurde, kam ein epochaler Kinodreiteiler auf die Leinwand. Gefesselt von den Geschehnissen, die der erste Teil der Herr-der-Ringe-Trilogie offenbarte, nahm ich mir schon am nächsten Tag das gesamte Mammutwerk von Tolkien zur regelmäßigen Abendlektüre. Die Leinwand im Kinosaal war kaum dunkel, da lechzte man als Zuschauer bereits nach dem weiteren Geschehen. So fieberte ich Seite für Seite mit und begleitete Frodo Beutlin auf seinem langen Weg zum Schicksalsberg. Nachdem ich die Trilogie durchgewälzt hatte, nahm ich mir die eigentliche Vorgeschichte vor, die man im Nachhinein zum besseren Verstehen vorab hätte lesen können. Jetzt, wo „Der Hobbit“ es selbst auf die Leinwand gebracht hat, schadet ein erneuter Blick ins eBook garantiert nicht.
Die griechischen Mythen sind einzigartig in ihrer Vielseitigkeit. Die Göttergeschichten haben mich schon immer fasziniert, ich habe als Kind zum Beispiel gerne Verfilmungen mit Bezug auf Herkules gesehen, war beeindruckt von der Kaltblütigkeit des Zeus und der unglaublichen Macht des Poseidon, der mit Wasser Sachen macht, die monströse Wirkung ausüben können. Heute ist es vor allem die Schicksalsgöttin Fortuna, die bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Der junge Percy Jackson hat sich nie sonderlich für solche Sachen interessiert. Zwar hatte er stets das Gefühl, dass mit ihm irgendetwas nicht stimmt. Aber wer kann schon ahnen, dass die Mythen keine Mythen sind und ihm als Sohn des Poseidon in „Diebe im Olymp – Percy Jackson Bd.1“ eine globale Wichtigkeit zukommt.
Mit Fantasygeschichten ist es immer so eine Sache. Entweder verfällt man ihrem Zauber oder aber man nimmt Abstand, kann sich nicht dafür begeistern. Ich denke, dass hier der erste Eindruck ganz entscheidend ist. Nur wer von Beginn an auf der Welle mitschwimmt, wird ihr langfristig folgen und kann sich ordentlich von ihr tragen lassen. Bei „Der Herr der Ringe“ von J. R. R. Tolkien wurde ich ganz persönlich von eben jener Welle mitgerissen, wollte alles über die Gestalten von und aus Mittelerde in Erfahrung bringen, holte mir sämtliche Zeitungsspecials mit Hintergrundinformationen, las das Mammutwerk und ging natürlich mehrfach ins Kino.
Als Schirmherr für den buch-checker-Wettbewerb hat er buecher.de bereits unterstützt. Nun steigt an diesem Freitag bereits der 8. Bundesweite Vorlesetag und für Hohlbein scheint es gar ein Vergnügen, sich erneut sozial zu engagieren und seinen Bekanntheitsgrad ganz in den Dienst der Literatur zu stellen. Hohlbein hat es vor allem geschafft mit Fantasy-Romanen für Aufsehen zu sorgen, mittlerweile ist er innerhalb Deutschlands einer jener Autoren, an dem sich andere Schriftsteller des Genres Fantasy messen müssen. Aus diesem Grund und der Tatsache, dass Hohlbein sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruht, sondern weiter Menschen für Literatur gewinnen möchte, will ich ihn unterstützen und seinen Roman „Die Tochter der Midgardschlange“ jedem ans Herz legen.
Stephen King war für mich ja ehrlich gesagt schon immer ein ganz besonderer Typ. Es schaffen wohl nur sehr wenige Autoren ihre eigenen Lebenserfahrungen in einen Roman einzubetten, der dann in einer fiktiven Welt spielt. Natürlich wäre es für jeden ein Traum, sich selbst in einer ganz persönlich geschaffenen Welt wiederzufinden, aber allein die Verwendung des Mannes, der King einst fast zu Tode fuhr, zeigt, dass zwischen King und seiner Romanwelt eine ganz besondere Verbindung besteht. Ich habe mich immer gefragt, ob er auch weiß, welche Spannung er mit seinen Büchern beim Leser erzeugt, vor allem, wenn ein Werk kein klares Ende hat.