Lange ist es nicht mehr hin, bis die besten 23 deutschen Fußballer in Polen und der Ukraine gegen die 15 besten anderen europäischen Mannschaften um den Europameistertitel und damit die Nachfolge Spaniens wetteifern. Mit dabei ist wohl auch der Münchner Verteidiger Jerome Boateng, seinerseits Defensivspieler und wohl in erster Linie dazu da, um Tore zu verhindern. Jerome, der in Berlin groß geworden ist, über den HSV und Manchester City zum FC Bayern gefunden hat, besitzt einen Bruder, der ebenfalls sehr erfolgreich gegen den Ball tritt, wenngleich er hierzulande nicht den allerbesten Ruf genießt. Von beiden und dem dritten Bruder Goerge erzählt Journalist Michael Horeni in „Die Brüder Boateng“.
Zunächst dachte ich, ich könne meinen Augen nicht mehr trauen. Dann jedoch kam die Erkenntnis, dass ich es wohl oder übel muss, auch wenn ich damit etwas eingestehe, was man nicht für möglich hält. Bei einem ägyptischen Erstliga-Fußballspiel sollte es um Punkte gehen und gewöhnlicher Weise tut es das auch. Wer mehr Tore schießt, gewinnt die Partie und bekommt ganz nach internationalem Standard drei Punkte für die Meisterschaft. Doch anscheinend reicht das vielen längst nicht mehr. In Port Said mussten nach der Partie gegen Topmannschaft Al Ahli über 70 Menschen ihr Leben lassen, eine vierstellige Zahl wurde verletzt. So ein Horrorszenario schien immer so fern, doch seit diesem Ereignis wirken Werke wie „The Football Factory“ längst nicht mehr so entfernt.
Letzte Woche hatte ich ein Gespräch mit meinem Trainer, denn auch ich renne wie Millionen andere in Deutschland wöchentlich einem Ball hinterher. Wir unterhielten uns über Schiedsrichter, deren Entscheidungen manchmal Spiele entscheiden können. Wir waren uns einig, dass sie Fehler machen dürfen, denn auch Spieler und selbst Trainer machen Fehler. Sie sollten das aber auch [...]
Lange ist es nicht mehr bis der Tag in die Welt bricht, an dem in Deutschland das nächste Sommermärchen eröffnet werden soll. Die Protagonisten heißen nicht Schweini und Poldi, es ist nicht der nun ausgemusterte Capitano Michael Ballack, der die Truppe aufs Feld führt und auch nicht sein Nachfolger Phillip Lahm. Nein die Namen sind andere, es sind Fußballer oder vielmehr Fußballerinnen, welche die Namen Prinz, Bajramaj oder Garefrekes auf ihren Trikots tragen. Die Frauenfußball-WM findet 2011 in Deutschland statt und die Frauen schwingen sich auf, eine ebenso große Euphorie zu entfachen wie es die männlichen Kollegen vor fünf Jahren taten.
Ich erinnere mich noch genau an Andreas Möller. Von vielen als die „Heulsuse“ der Bundesliga abgestempelt, war Möller für mich in den 90er-Jahren das, was in den 70ern für viele wohl der Kaiser war und heute ein Messi oder Ronaldo sein muss. Das mag zum einen daran liegen, dass ich zu Beginn meiner Fußballphase ein Anhänger von Borussia Dortmund war, vielleicht aber auch, weil Möller einfach ein richtig guter Fußballer war. Als man Möller in einem Interview einst um Kenntnisse, die vor allem sportlichen Hintergrund hatten, bat, leistete er sich einen Fauxpas, der uns über mehr als ein Jahrzehnt im Gedächtnis blieb.