Ken Follett kennen wir ja nur zu vielfachen als einen Meister der historischen Geschichten. Einige von ihnen wurden in mehrteiligen Filmproduktionen auf den Bildschirm gebracht, andere, die denen in Sachen lesenswerte Qualität in nichts nachstehen, haben es noch nicht geschafft. Dabei liefern neben Monumentalwerken wie „Die Säulen der Erde“ auch Romane wie „Die Nadel“ vielversprechenden Historienstoff, der spannend gestaltet ist und zudem sehr anspruchsvolle Thematiken behandelt. Spielort des Geschehens ist nicht wie vielleicht bei Follett erwartet das Mittelalter, sondern der April 1944, also eine Zeit inmitten des wohl größten Übels der Weltgeschichte, dem 2.Weltkrieg.
Für mich persönlich, der die Deutsche Demokratische Republik nur im Ansatz kennengelernt hat, doch durch die parentale Generation immer wieder zurück in eine Zeit versetzt wurde, ist es immer wieder spannend zu sehen, wie der heutige Blick auf das Staatssystem und seine Menschen vollzogen wird. Die DDR bzw. das System der DDR ist negativ konnotiert und es sind vor allem die Bilder des Jahres 1989, die diesen Eindruck als gerechtfertigt darstellen. Eingesperrt in die Grenzen des eigenen Landes sahen sich Flüchtlingsgewillte großen Gefahren ausgesetzt. Wie mit ihnen umgegangen wurde, wenn sie es nicht schafften, den Staat und seine Sicherheitsorgane zu überlisten, zeigt Klaus Kordon in seinem Roman „Krokodil im Nacken“.
Gerade ist mit „Der Friedhof in Prag“ der neue große Historienroman vom Italiener Umberto Eco auf dem Markt erschienen. Natürlich lechzen schon jetzt die Massen nach dem Werk, es wird vermutlich schneller Bestsellerstatus erreichen als man sich umdrehen kann. Das scheint mir Grund genug, einmal auf den großen Durchbruch von Umberto Eco zu schauen. Anders als bei vielen vergleichbaren Erzeugnissen habe ich erst den Film „Der Name der Rose“ gesehen und mir dann das literarische Gut unter die Augen geführt. Überzeugt war ich von beiden Varianten, das Thema ist einfach brillant dargestellt.
Ich habe es schon oft gepredigt, dass ein Werk niemals ohne seinen Autor und die Betrachtung der Zeit, in welcher es geschrieben wurde, bewertet werden sollte. Doch es gibt ein Werk, bei dem ich diesen Maßstab lockern, gar komplett entfernen würde, denn ein Autor ist uns beim Nibelungenlied nicht übertragen. Bei Deutschlands wohl bekanntester Heldenepik steht komplett das Werk im Vordergrund. Um dieses in all seiner Blüte richtig zu verstehen, kann es auch nicht schaden, dass man dieses wie bei „Die Nibelungen“ von Herrmann Reichert zudem mit wissenschaftlichen Kommentaren und Hinweisen vorfindet.
Immer wieder stößt man in den Boulevardblättern, die unsere Internetforen und vor allem die Zeitungskioske zieren, auf Umfragen. Die sind komplex, man soll sich immer für irgendetwas oder irgendwen entscheiden, einen herausragenden Sportler, den süßesten Popmusiker oder den lustigsten Hollywoodstar. Manchmal, gerade in der Zeit vor Wahlen, fragt man uns auch immer, welcher Politiker in unserer Gunst am höchsten steht. Ist es ein Wulff, ein Gabriel oder ein Rösler, eine Merkel, eine Roth oder eine Pau. Ich sag Ihnen, wen ich bevorzuge – es ist Bismarck. Ja noch immer ist es jener Preuße, dem ich das größte politische Talent anrechne, auch wenn sich ein Otto von Bismarck wohl die Nase rümpfen würde, was heute tagtäglich zur Atom- und Gesundheitspolitik von sich gegeben wird.
Es wäre böse zu behaupten, dass all die großen und weisen Köpfe der Geschichte Männer waren. Da wären zum Beispiel Einstein, Shakespeare, Napoleon, Platon, Mozart, Alexander von Makedonien, Goethe, Aristoteles…
Wir Deutschen haben eine lange Geschichte. Eine Geschichte, die geprägt ist von großen Territorialkriegen und –bündnissen, die durchdrungen ist von klugen Köpfen wie Einstein und Max Planck, von Literaten wie Goethe und Schiller, von Sportikonen wie Kaiser Franz und Boris Becker, von Musikern wie Bach oder Lena Meyer-Landruth. Doch gibt es auch dunkle Kapitel in unserer Geschichte, denn wenn man ganz nach oben will, verletzt man auf dem Weg dorthin andere. Es scheint gar zu milde ausgedrückt, wenn wie die Geschehnisse zwischen 1933 und 45 betrachten, zumal sich der Hass der Deutschen gegen das jüdische Volk noch weit früher finden lässt.
Es gibt viele Mythen in der Geschichte, die nach wie vor genau das sind, als was wir sie bezeichnen – Mythen. Sie sind nicht mehr und nicht weniger und dennoch sind sie allgegenwärtig. Es tummeln sich Geschichten um Mythen, Verschwörungstheorien und häufig versuchen Archäologen etwas zu finden, was sie in den Mythen für versteckt halten. Einer der wohl größten Mythen der Historie ist nach wie vor die Grabstätte von Alexander dem Großen.
Sie gelten als eines der fortschrittlichsten Völker der Kulturgeschichte, da sie Dinge taten und Dinge wussten, von denen nur wenige wussten und die noch weniger taten. Die Maya haben definitiv ihren Platz in der globalen Geschichte, ihre Bauten gelten als das geometrisch Perfekteste, was je errichtet wurde, noch vor den Pyramiden der Ägypter. Ihre Kenntnisse in den verschiedensten Bereichen, allen voran im Gebiet der Astronomie, gelten nach wie vor als unerklärlich und zudem als unerreicht.
Es ist doch wirklich eigenartig, wenn man ins Ausland kommt und nicht als das erkannt ist, was man ist. Ich rede hier nicht von Österreich oder der Schweiz, sondern vom entfernten Ausland, der Dominikanischen Republik, Israel oder Neuseeland. Wie oft ist es Ihnen schon passiert, dass Sie im Ausland spazieren gehen, seien es die Vereinigten Staaten oder Indien, etwas in einem Souvenirshop erwerben möchten und der Verkäufer im Gespräch erfährt, das Sie ein „German“ sind. „What do you think about Hitler?“ ist eine nicht selten gestellte Frage.