Es liegt in unserem Naturell, dass wir Dinge erst zu schätzen wissen, wenn sie uns nicht mehr in großem Maß zur Verfügung stehen. Erst dann werden sie für uns wichtig, erst dann schätzen wir sie als was Besonderes und erst dann erhalten sie jene Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Ich denke, dass Paul Hoffmann sich bei der Titelwahl seiner ganz besonderen Lesereihe dies zur Nutze gemacht hat. Denn, wenn ich ganz ehrlich bin, war es der Titel, der mich aufgrund seines Endzeitgedankens angesprochen hat und dazu bewog, das eBook zu lesen.
Früher galt der Kanon, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse auf naturwissenschaftlichem Bereich eine Gefahr für die Existenz der katholischen Kirche darstellen und damit einhergehend auch ihren Glauben gefährden. Doch das Früher ist längst nicht mehr existent und in der Tat zeigt sich heute, dass Glaube und Naturwissenschaft nicht zwangsläufig getrennte Meinungen sein müssen, gar zwei divergierende Theorien aufwerfen. Nein, sie scheinen durchaus vereinbar, wir müssen sie nur auf einen alltäglichen, einen verständlichen Konsens bringen. Der Autor Volker Becker hat das versucht, darzustellen und ein Werk geschrieben, dass im Wesentlichen den Anspruch erwägt, zwei Dinge zu einen, die seit jeher als kontrovers angesehen wurden.
1986 war ein katastrophales Jahr für den Fußball, nicht weil Deutschland das WM-Finale gegen Argentinien verlor und auch nicht aus dem Grund, dass das Mutterland des Fußballes, England, im Viertelfinale die Segel streichen muss, aber wegen der Art und Weise, wie diese Dinge passiert sind. Noch heute spricht man von „Der Hand Gottes“, die Diego Maradona im Halbfinale nutzte, um das 1-0 gegen die Briten zu erzielen, die Gauchos eine Runde weiterzubringen und schließlich nach dem Sieg über die Deutschen den WM-Cup nach oben zu strecken. Kultautor Andreas Franz spricht zwar nicht von einer ganzen Hand, sein Werk „Der Finger Gottes“ lässt aber zumindest Parallelen erkennen.