Als Blogautor hat man natürlich gewisse Vorlieben, über die man schreibt. Klar, in diesem Blog geht es vorrangig um Literatur, demnach sollte diese auch zu meinen Vorlieben gehören. Das tut sie ohne Frage. Nun gibt es auch in Sachen Literatur große Differenzen und jeder Blogautor, der über Literatur schreibt, hat auch hier gewisse Vorlieben, was für Werke er besonders gerne liest. Ich für meinen Teil oute mich als Fan von Mystery-Thrillern. In dieser Sparte haben sich in den letzten Jahren viele Autoren versucht, mit Raymond Khoury ist es mindestens einem aus meiner Sicht hervorragend gelungen.
Ich habe nun wirklich schon viele Thriller gelesen. Besonders solche, in denen es um Mysterien vergangener Tage geht, haben es mir angetan. Bedrohte Institution ist dabei nicht selten die Katholische Kirche. Natürlich ist sie es, reicht ihre Geschichte doch mehr als 2000 Jahre in die Vergangenheit zurück. Man vergleiche dies mit einem Menschenleben, in dem auch nicht immer alles gut ist, was passiert und man sich im Nachhinein für Dinge rechtfertigen muss, die man falsch gemacht hat. Sicherlich ist auch die Kirchengeschichte nicht frei von Fehlern, aber seien wir tolerant und erkennen an, dass es trotzdem die größte Institution des Globus ist. Daran kann auch „Curia“, das Romandebüt von Oscar Caplan, nichts ändern.
Viele von ihnen sind ein Mythos, nicht ihre Existenz an sich, sondern mehr all das, was mit ihnen in Verbindung gebracht wird. Genau darin aber liegt das Spektakuläre an Freimaurern, Illuminaten, Rosenkreuzern und selbst der Mafia. Die Faszination für Geheimbünde, die nicht zuletzt durch zahlreiche Werke und Stoffverfilmungen seitens Hollywood ausgelöst wurde, ist eine nicht ganz neue Erscheinung und dennoch scheinen die großen Verschwörungstheorien insbesondere unser aktuelles Jahrhundert zu durchlaufen. Dan Brown hat mit seinen Stories rund um den Harvard-Professor Langdon eine neue Welle an Mysterythrillern ausgelöst. Aktuell findet sich dieses Phänomen bei Umberto Ecos neuem Werk „Der Friedhof in Prag“. Die Grundlage für all jene hat Autor Marco Frenschkowski in einer brillanten Einführung zusammengefasst.
Früher galt der Kanon, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse auf naturwissenschaftlichem Bereich eine Gefahr für die Existenz der katholischen Kirche darstellen und damit einhergehend auch ihren Glauben gefährden. Doch das Früher ist längst nicht mehr existent und in der Tat zeigt sich heute, dass Glaube und Naturwissenschaft nicht zwangsläufig getrennte Meinungen sein müssen, gar zwei divergierende Theorien aufwerfen. Nein, sie scheinen durchaus vereinbar, wir müssen sie nur auf einen alltäglichen, einen verständlichen Konsens bringen. Der Autor Volker Becker hat das versucht, darzustellen und ein Werk geschrieben, dass im Wesentlichen den Anspruch erwägt, zwei Dinge zu einen, die seit jeher als kontrovers angesehen wurden.
Lange habe ich keinen Mysterythriller mehr gelesen. Zu beeindruckend schien mir der letzte, als dass ich schon wenige Tage danach wieder bereit gewesen wäre, um sich das nächste Abenteuer unter die Augen zu führen. Als ich dann aber beim Stöbern der aktuellen Listen an einem guten alten Bekannten hängengeblieben bin, sah ich mich im wahrsten Sinne des Wortes dazu genötigt, mal wieder die Seiten zu wälzen.
Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass man nie versuchen sollte, einen anderen zu kopieren, auf seine Art und Weise Dinge zu tun, versuchen in seinem Stil zu arbeiten. In der Literatur ist es eine noch viel gefährliche Gratwanderung, denn schnell erwägt man den Eindruck, ein Plagiat geschaffen zu haben. Letztlich hat sich in den letzten Jahren ein neues Genre entwickelt, das spannende Geschichten über mysteriöse Artefakte erzählt, welche die Existenz der Katholischen Kirche in ernsthafte Schwierigkeiten bringen kann. Immer wieder werden neue Konstrukte behandelt, wenngleich das Thema stets identisch ist. So können die Autoren über die verschiedensten Indizien zur Jesus´ Homosexualität oder verborgene Schätze sprechen, die das Schriftstück Bibel in Frage stellen, gemessen werden aber alle an Dan Brown.
Was zunächst nach einem richtig erfolgreichen Schauspieler klingt oder zumindest auf eine Person wie den berühmt berüchtigten Hochstapler Frank W. Abagnale, dessen Leben und Wirken im Kinostreifen „Catch me if you can“ eindrucksvoll inszeniert wurde, hinzielt, sind in Wirklichkeit die Synonyme für einen ehemaligen britischen Soldaten, der sich nun der Schriftstellerei gewidmet hat. Peter Stuart Smith ist sein richtiger Name, unter dem Pseudonym James Barrington verfasste er bis 2010 fünf Kriminalromane. Unter dem Pseudonym James Becker sind es mittlerweile deren drei. Der erste aus der so genannten Chris-Bronson-Reihe heißt „Unheilig“ und sorgt seit 2009 auch hierzulande für reichlich Aufsehen.