Luca di Fulvio schwimmt derzeit auf einer wahren Erfolgswelle, sein Roman „Der Junge, der Träume schenkte“ hat den Sprung auf die Bestsellerlisten im Nu geschafft, binnen kürzester Zeit war er dort ganz oben anzusiedeln. So beeindruckend ich die Geschichte auch finde und so viel Eindruck sie auch bei allen anderen hinterlässt, sein vorheriges Werk „Inkubus“ steht in Sachen Unterhaltungswert dem aktuelleren in nichts nach, schon gar nicht in Bezug auf die enthaltene Vielschichtigkeit. Italiens derzeitige Literaturikone Nummer Eins inszenierte ein facettenreiches Konstrukt aus pädophilen Gedanken, ehrgeizigen Polizisten und Psychopathen, die zu unglaublichen Gräueltaten fähig scheinen.
Morgen Abend ist es soweit und mit „Die Rache der Wanderhure“ kommt bereits die zweite Verfilmung der Roman-Reihe von Iny Lorentz über die Fernsehbilder gehuscht. Natürlich wird Marie auch dieses Mal von TV-Sternchen Alexandra Neldel gemimt, hat sie sich doch schon im ersten Teil „Die Wanderhure“ als durchaus sehenswert präsentiert. Auch in der zweiten Rolle, in der sie in die Kluft des Mittelalters schlüpft, kann sich Neldel bewehren und allein deshalb dürfen wir uns auf die Prime Time des Dienstagabends freuen. Ganz nebenbei liefert auch der Stoff von Autorenpaar Iny Lorentz genug Grund dafür.
Was würden wir wohl tun, wenn es in unserer Macht steht, die Geschehnisse exakt so hinzudrehen, dass wir am Ende unseres Lebens auf ein eben solche zurückblicken können, das keinerlei Negatives in sich trägt? Wie wäre es, wenn wir alles genau planen könnten, wie, wenn wir es uns vorher genau so ausmalen würden? Es wäre schrecklich, oder nicht? Ein Leben, in dem alles aus einem Plan besteht, der dann auch noch in Perfektion so ausgeführt wurde, ist kein Leben. Ihm fehlt das, was wir Würze nennen, die täglichen Überraschungen und Wendungen. Tony Webster, der Hauptprotagonist in „Vom Ende einer Geschichte“, erlebt im Werk jedoch mehr Wendungen als ihm lieb sind.
Waren Sie heute schon einmal draußen? Nein? Na dann sollten Sie es, sofern es in ihrer Macht steht, auch dabei belassen. Es ist nämlich wie schon in den vergangenen Tagen richtig böse kalt, sibirische Kälte nennen das die Wetterberichte und in der Tat fühlt man sich als wäre man im Herzen Russlands. Während Nase, Mund und Finger längst eingefroren sind, wärmt das Herz den menschlichen Körper. Das tut es normalerweise, beim isländischen Autor Árni Thórarinsson ist das ein wenig anders. „Ein Herz so kalt“ mag auf den ersten Blick an die „Schneekönigin“ erinnern und definitiv beängstigen. Auf den zweiten wird deutlich, dass das exakt so sein soll.
Die Geschehnisse, die man derzeit in den Nachrichten über die britische Hauptstadt sehen kann, erinnern eher an ein Horrorszenario aus dem Nahen Osten als an United Kingdom. Ja man ist es gewohnt, brennende Städte zu sehen, in denen Nato-Soldaten gegen die Taliban kämpfen und versuchen unsere Welt im Kampf gegen den Terrorismus ein Stück weit sicherer zu gestalten. Aber brennende Familienunternehmen, Bibliotheken, Schulen und Einkaufszentren in London zu sehen, das wundert einen schon ein wenig. Vor allem macht es uns bestürzt, wenn wir sehen, wie schnell es selbst in einem europäischen Land passieren kann, das der Ausnahmezustand die Straßen regiert.
Wie lustig diese Frauenromane doch immer geschrieben sind. Sie dienen sowohl der Erheiterung ihrer Leser beziehungsweise ihres Leser und spiegeln dabei noch die wesentlichen Alltagsgeschichten der Gesellschaft wieder. Die Perfektion dieser Art des Schreibens hat Autorin Janet Evanovich vollbracht und so dienen ihre zahlreichen Romane, die in der Regel das Leben von Stephanie Plum und demnach die von ihr erlebten Abenteuer auf unterhaltsame Weise zu inszenieren wissen. Die Hauptprotagonistin muss sich mit wirklich unangenehmen Hürden der Welt auseinandersetzen und so rutscht sie nicht selten in Szenarien, die ihr häufig nicht wirklich gelegen kommen.
Wie viele Menschen bekommen eine zweite Chance? Mal ganz im Ernst, ist der Ruf einmal geschädigt, kann er nie wieder so hergestellt werden wie er einmal war. Bei Prominenten ist das am verheerendsten erkennbar, schaut man nur mal auf einen Herrn Kachelmann, ob unschuldig oder nicht. Dieses Wunderwerk, in dem der Einzelne zum Spielball der lüsternen Mediengesellschaft wird, hat Alexandre Dumas einst in seinen Romanen zur Sprache gebracht und das, obwohl er zu seiner Zeit über keine Medien verfügte, die wir heute als selbstverständlich ansehen. In seinem Roman „Der Graf von Monte Christo“ hat Dumas eindrucksvoll dargestellt, wie ein junger Mensch, der glücklicher nicht sein könnte, von einem auf den anderen Augenblick alles verliert und dennoch daraus stärker hervorgeht als man es einem heute Geschädigten zutrauen würde.
„True Grit“ war in der vergangenen Oscar-Nacht einer der großen Gewinner und gilt in Deutschland schon jetzt als eine der größten Leinwanderrungenschaften. Das ist für einen Western in unserer modern gesinnten Gesellschaft eher nicht so alltäglich, denn längst ziehen special effects und Außerirdische mehr Besucher an die Kinokassen als rauchende Colts. Ich glaube „Wild Wild West“ mit Will Smith war der letzte Western, der so wirklich die Kassen füllte, obwohl selbst diese Genreeinteilung fragwürdig erscheint. Sei es drum, dank gestern Nacht wissen wir, dass Western erfolgreich sein können, auch heute noch und selbst, wenn die Geschichte keine neue ist.
Die Liebe ist ein verdammt mächtiges Medium. Es kann im wahrsten Sinne des Wortes Berge versetzen. Menschen blühen auf, wenn sie dieses Gefühl mit jemand anderem teilen. Sie tun Dinge, die sie sonst vielleicht nicht bereit wären zu tun und können sich von manch schlechter Eigenschaft, die in der Vergangenheit ihren Charakter verdunkelt hat, der Liebe zuliebe lösen. Leider kehren diese zurück, wenn es einmal mit der Liebe zu Ende geht, man verliert den Glauben an das Gute und beginnt am Sinn des Lebens zu zweifeln.