Sie ist ohne Frage die Inkarnation der perfekten Schriftstellerin, um Frauen jeden Alters gebührend zu unterhalten. Kerstin Gier zieht Leserinnen in ihren Bann. Vollkommen unwichtig ist das dabei, ob diese 14 oder 82 Jahre alt sind. Mit ihrem Stück „Ein unmoralisches Sonderangebot“ schaffte sie bereits die 11.Auflage, auch das dazugehörige eBook hat seinen Platz auf einigen Readern bereits bekommen. Was Gier vielleicht am meisten auszeichnet, ist die Art und Weise ihrer Themenauswahl, denn nicht selten bringt sie Problemstellen des Lebens zu Papier, die viele Leserinnen so oder in ähnlicher Form schon einmal selbst erlebt haben und sich deshalb bereits mit den Geschichten identifizieren können.
Genau genommen gibt es nichts Schrecklicheres als die Realität. Nichts ist grausamer, keine noch so gut ausgedachte Fiktion. Beinahe täglich erfahren wir von Morden, Körperverletzungen und kranken Ideen, die irgendwo langsam zu wachsen beginnen. Während im Film alle Täter relativ schnell überführt werden und eigentlich niemand nach einem Verbrechen ungestraft davonkommt, dauert es in der realen Welt häufig viel länger, bis ein Mord wirklich aufgeklärt werden kann. Dafür bedarf es vieler Mechanismen, die ausgehend von den unterschiedlichsten Kriminalbehörden miteinander verbunden werden müssen. Mark Benecke, seinerseits Kriminalbiologe, erzählt uns etwas von seinem Anteil und gibt in „Mordspuren“ einen Einblick in seine tägliche Arbeit, die Verbrechen in unserer Welt.
Ob nun Fiktion oder nicht, Detektiv Sherlock Holmes ist eine der wichtigsten Romanfiguren der Neuzeit. So sah ich es auch als persönliche Pflicht an, ihn mir gestern einmal mehr auf dem Fernsehbildschirm anzuschauen, ihn und seinen smarte Helfer Dr. Watson. Neu aufgelegt und mit wesentlich mehr Actionszenen vollgepackt als es in den früheren Geschichten passiert war, gelingt es auch im 21.Jahrhundert noch den Charme und das Genie des brillanten Detektivs auf den Beobachter zu übertragen. Alles geht zurück auf einen Mythos und mit Sir Arthur Ignatius Conan Doyle auf einen Autor, der diesen zu Papier gebracht hat.
Als Blogautor hat man natürlich gewisse Vorlieben, über die man schreibt. Klar, in diesem Blog geht es vorrangig um Literatur, demnach sollte diese auch zu meinen Vorlieben gehören. Das tut sie ohne Frage. Nun gibt es auch in Sachen Literatur große Differenzen und jeder Blogautor, der über Literatur schreibt, hat auch hier gewisse Vorlieben, was für Werke er besonders gerne liest. Ich für meinen Teil oute mich als Fan von Mystery-Thrillern. In dieser Sparte haben sich in den letzten Jahren viele Autoren versucht, mit Raymond Khoury ist es mindestens einem aus meiner Sicht hervorragend gelungen.
Es sind nicht viele gute literarische Schriften, die es binnen kürzester Zeit auf die Kinoleinwand oder das Fernsehen schaffen. Manche Werke werden Jahrzehnte später mal wieder aus der Schublade geholt und für Hollywood produziert. Häufig kommt der Film nicht an das literarische Werk heran, meistens aber wissen wir bei Filmen gar nicht, dass es dafür bereits eine literarische Vorlage gibt. Dora Heldt ist eine Autorin, die durchaus für ihre Romane um das Leben in Norddeutschland, gespickt mit Liebe und Intrigen ohne Ende, bekannt wurde und umso mehr dürfte es sie selbst erfreuen, dass eine dieser Geschichte heute Abend Eingang in das deutsche Fernsehen findet.
Ganz ehrlich gesagt war ich von meinem ersten Kontakt mit Italiens Thrillerschriftsteller Luca di Fulvio ein wenig verwirrt, wobei wenig noch echt zart ausgedrückt ist. Entsetzt trifft es wohl mehr, denn „Inkubus“ war für mich eine äußerst extravagante Mischung. Pädophile trafen da auf rachsüchtige Polizisten und einen sadistischen Psychopathen, dessen Morde sich in einer Art Vergangenheitsbewältigung rechtfertigen ließen. So erschreckend der Thriller auf mich wirkte, desto gefestigter blieb mir die Leseerfahrung in Erinnerung. Sein neues Werk „Der Junge, der Träume schenkte“ ist ebenso beeindruckend, wenngleich die Fulvio es dieses Mal sogar geschafft hat, dass sein Leser der Geschichte ohne Probleme folgen kann.
Na, wie wäre es einmal mit einem kurzen Pausensnack? Keinen Hunger? Na dann vielleicht mal ein eBook, das sich flüssig herunterliest, nicht nur, weil es in einem gut verträglichen Stil geschrieben ist, sondern auch, weil es anders als die anderen Varianten des Genres schnell zu einem Abschluss kommt? Irgendwie scheint die Gesellschaft mit ihrem Leseverhalten ganz akut auf die aktuellen Neuerscheinungen Einfluss genommen zu haben. Ganz nach dem Motto „Mensch macht Geschichte“ macht Mensch nun auch Geschichten. Vor allem scheint der Mensch zunehmend Mitsprachrecht auf die Länge des Lesestücks zu bekommen. So sind im eBook „Kleine Morde für Zwischendurch Bd.1“ gleich drei Geschichten in ein Werk gepackt.
Es lässt sich definitiv nicht leugnen, dass innerhalb des letzten Jahrzehnts zahlreiche gute und qualitativ lesenswerte skandinavische Krimiautoren ihre Zeilen über den Globus verteilt haben. Von Larsson bis Mankell ist jeder einen Blick in die Geschichten wert, ebenso Jussi Adler-Olsen aus unserem dänischen Nachbarstaat. Sein Titelheld Carl Mørck ist mir durchaus schon einmal unter die Augen gekommen, nachdem ich mir mal auf dem neuen eBook-Reader einer Verwandten die bereits vorinstallierten Leseausschnitte durchzappte, erinnerte ich mich an ihn zurück. Dort nämlich gab es einen zwanzig seitigen Einblick in „Erlösung“, den dritten und bisher letzten Fall für den Mann vom Sonderdezernat Q.
Als Schirmherr für den buch-checker-Wettbewerb hat er buecher.de bereits unterstützt. Nun steigt an diesem Freitag bereits der 8. Bundesweite Vorlesetag und für Hohlbein scheint es gar ein Vergnügen, sich erneut sozial zu engagieren und seinen Bekanntheitsgrad ganz in den Dienst der Literatur zu stellen. Hohlbein hat es vor allem geschafft mit Fantasy-Romanen für Aufsehen zu sorgen, mittlerweile ist er innerhalb Deutschlands einer jener Autoren, an dem sich andere Schriftsteller des Genres Fantasy messen müssen. Aus diesem Grund und der Tatsache, dass Hohlbein sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruht, sondern weiter Menschen für Literatur gewinnen möchte, will ich ihn unterstützen und seinen Roman „Die Tochter der Midgardschlange“ jedem ans Herz legen.
Gerade ist mit „Der Friedhof in Prag“ der neue große Historienroman vom Italiener Umberto Eco auf dem Markt erschienen. Natürlich lechzen schon jetzt die Massen nach dem Werk, es wird vermutlich schneller Bestsellerstatus erreichen als man sich umdrehen kann. Das scheint mir Grund genug, einmal auf den großen Durchbruch von Umberto Eco zu schauen. Anders als bei vielen vergleichbaren Erzeugnissen habe ich erst den Film „Der Name der Rose“ gesehen und mir dann das literarische Gut unter die Augen geführt. Überzeugt war ich von beiden Varianten, das Thema ist einfach brillant dargestellt.