Die grausamsten Verbrechen passieren meist in Kleinstädten. Hier, wo eigentlich jeder jeden kennt, bleiben die übelsten Szenarien über Monate, manchmal gar Jahre unentdeckt. Die Täter hatte man über all die Zeit, die sie hier wohnen, als recht gute Menschen eingeschätzt, Menschen, über die man nichts Schlechtes sagen kann. „Niceville“ ist so ein Ort, eine verschlafene Kleinstadt im Süden der USA, die auch nach Jahren noch fest in den Händen seiner Gründerväter ist. Alles beginnt mit dem Verschwinden von Rainey Teague, einem der Nachfahren dieser Gründerväter. Er wird erst zehn Tage später in einer alten Familiengruft wiedergefunden und fällt daraufhin ins Koma, beide Elternteile scheiden freiwillig aus ihrem Leben.
Sizilien ist eine Region, die ohne Frage über ganz besondere Eigenarten verfügt. Eines dieser sonderbaren Stücke, von denen man in der Welt nach Vergleichbarem sucht, ist die Welt der Mafia, eine der mächtigsten Organisationen der Welt. Die Mafia unterwandert Regierungen, sie kontrollierte Teile der Wirtschaft und bleibt doch immer das, was ihr Ursprung ist – eine große Familie. Mein erstes kulturelles Treffen mit der Mafia lieferte Hollywood mit Marlon Brando, der in „Der Pate“ die Rolle des großen Don Vito Corleone einnahm. Basierend auf der Geschichte von Autor Mario Puzo war es zudem mein erstes Treffen mit Al Pacino. Puzo selbst hat weitere Werke zur Thematik geschrieben, unter anderem auch „Der letzte Pate“.
Die Geschehnisse, die man derzeit in den Nachrichten über die britische Hauptstadt sehen kann, erinnern eher an ein Horrorszenario aus dem Nahen Osten als an United Kingdom. Ja man ist es gewohnt, brennende Städte zu sehen, in denen Nato-Soldaten gegen die Taliban kämpfen und versuchen unsere Welt im Kampf gegen den Terrorismus ein Stück weit sicherer zu gestalten. Aber brennende Familienunternehmen, Bibliotheken, Schulen und Einkaufszentren in London zu sehen, das wundert einen schon ein wenig. Vor allem macht es uns bestürzt, wenn wir sehen, wie schnell es selbst in einem europäischen Land passieren kann, das der Ausnahmezustand die Straßen regiert.
Dieses Datum, diesen verheerenden Tag, an dem die Erde den Atem anhielt, bekommen wir nicht mehr reingewaschen. Vielleicht wollen wir das auch gar nicht, aber selbst wenn wir es wollten, wir könnten es nicht. Es war eben jener 11.9 des Jahres 2001, an dem die westliche Bevölkerung und eigentlich alle globalen Länder, die sich nicht dem Terror versprochen haben, schockierend feststellen mussten, dass die Welt nicht so sicher ist wie sie scheint. Die Bilder der brennenden Twin Towers sind noch immer in den Gedanken und selbst jetzt, da wir zu wissen meinen, dass der hauptverantwortliche Übeltäter nicht mehr unter uns weilt, werden wir diesen Tag als ewige Mahnung ansehen.
Manchmal reicht ein Titel allein aus, um eine Menge über ein Buch auszusagen. Natürlich zeigt sich beim bloßen Betrachten der Titelzeile noch nicht, was die Hauptprotagonisten so besonders macht, wer der Mörder ist oder welche Wendungen die Handlung vollzieht, dennoch entscheidet häufig schon allein der Titel, ob wir uns ein Schriftstück unter die Augen führen oder nicht, ob es uns fesseln kann oder wir ihm nur wenig Beachtung schenken. Ich denke mit „Terror“ hat Martin Maurer einen perfekten Titel für sein Werk gewählt, ich war von diesem fasziniert und habe es mir schließlich durchgelesen. Siehe da, es sollte sich herausstellen, dass das Bauchgefühl mal wieder richtig entschied.
Momentan zerfetzen sich die Politiker hierzulande mit immer wieder neuen Floskeln zur deutschen Integrationspolitik. Das mag verwundern, haben doch gerade diejenigen das Buch des Herrn Sarrazin kritisiert, die jetzt beinahe täglich aus diesem die Thesen herausziehen und den ehemaligen Bundesbankvorstand zitieren. Die große Problematik, die sowohl Sarrazin als auch nun die Politiker thematisieren, ist der Einfluss, den insbesondere diejenigen Bürger ausüben, die sich zum Islam bekennen.
Der September war schon immer ein ereignisreicher Monat. Was liegt da ferner als ein Werk im September vorzustellen, was sich eben auf diesen Namen klassifizieren lässt? „September – Fata Morgana“ lautet das gute Stück von Thomas Lehr, der nicht umsonst von der FAZ als einer der „brillantesten Schriftsteller“ Deutschlands eingestuft wurde.
Das Münchner Oktoberfest ist eines der größten Volksfeste der Welt, jährlich pilgern gut sechs Millionen Menschen zur Wiesn, trinken Maß und essen Brezeln und Weißwürste. Sie tragen Trachten und tanzen, singen und feiern. Warum sie das tun, wissen Sie vielleicht selbst nicht genau und dennoch machen sie es seit 1810. Damit feiert das Fest in diesem Jahr 200-jähriges Jubiläum und schon jetzt sind Lederhosen und Dirndl die Hits der Kleidungsindustrie. Seit jeher gibt es natürlich wie bei jedem anderen großen Ereignis Spekulationen um die Sicherheit, nicht zuletzt auch wegen dem Ausgang der Loveparade vor einigen Wochen.