Ganz ehrlich gesagt war ich von meinem ersten Kontakt mit Italiens Thrillerschriftsteller Luca di Fulvio ein wenig verwirrt, wobei wenig noch echt zart ausgedrückt ist. Entsetzt trifft es wohl mehr, denn „Inkubus“ war für mich eine äußerst extravagante Mischung. Pädophile trafen da auf rachsüchtige Polizisten und einen sadistischen Psychopathen, dessen Morde sich in einer Art Vergangenheitsbewältigung rechtfertigen ließen. So erschreckend der Thriller auf mich wirkte, desto gefestigter blieb mir die Leseerfahrung in Erinnerung. Sein neues Werk „Der Junge, der Träume schenkte“ ist ebenso beeindruckend, wenngleich die Fulvio es dieses Mal sogar geschafft hat, dass sein Leser der Geschichte ohne Probleme folgen kann.
Mit Betrachtung der wirklich großen Autoren der Weltgeschichte gibt es immer wieder Dinge, die ihnen nach ihrem Ableben angelastet werden. Man möchte fast glauben, dass sie erst zu richtige Autoren von Weltformat werden, wenn sie irgendetwas auszeichnet, das auf einen sonderbaren Charakter schließen lässt. Der Inbegriff dessen, was ich hier gerade versuche deutlich zu machen, ist Ernest Hemingway - die vielleicht schillerndste Figur, welche die literarische Welt je aufbieten konnte. Anders als andere hat es Hemingway nie versucht, seine eigene Person in ein gutes Licht zu rücken. Er hatte viele Liebschaften, seine größte war Whisky. Der Arztsohn war kein Meister der Verschönerung des eigenen Charakters. Er war ein Meister dessen, was wir als authentisches Schreiben bezeichnen können.
Dieses Datum, diesen verheerenden Tag, an dem die Erde den Atem anhielt, bekommen wir nicht mehr reingewaschen. Vielleicht wollen wir das auch gar nicht, aber selbst wenn wir es wollten, wir könnten es nicht. Es war eben jener 11.9 des Jahres 2001, an dem die westliche Bevölkerung und eigentlich alle globalen Länder, die sich nicht dem Terror versprochen haben, schockierend feststellen mussten, dass die Welt nicht so sicher ist wie sie scheint. Die Bilder der brennenden Twin Towers sind noch immer in den Gedanken und selbst jetzt, da wir zu wissen meinen, dass der hauptverantwortliche Übeltäter nicht mehr unter uns weilt, werden wir diesen Tag als ewige Mahnung ansehen.
Ich bin ein großer Fan von den atemberaubenden Schauspielkünsten des Herrn Will Smith. Ob die „Men in Black“-Reihe, „Hitch“ oder „Hancock“ – der Mann kann viele Rollen in den verschiedensten Filmgenres spielen, vom Actionstreifen bis zur Komödie. Es gab auch mal einen Film, in dem Will Smith durch Zufall zur größten Bedrohung der Vereinigten Staaten wurde und er auf der Kinoleinwand um sein Leben rennen musste, allein aus dem Grund, dass er ein Geheimnis bei sich trug. Die Situation von Will Smith ist nicht so ganz mit der von WikiLeaks zu vergleichen, denn dieser neue Staatsfeind hat die Geheimnisse stets bewusst parat gehabt und sie in der Folge auch veröffentlicht.
Momentan zerfetzen sich die Politiker hierzulande mit immer wieder neuen Floskeln zur deutschen Integrationspolitik. Das mag verwundern, haben doch gerade diejenigen das Buch des Herrn Sarrazin kritisiert, die jetzt beinahe täglich aus diesem die Thesen herausziehen und den ehemaligen Bundesbankvorstand zitieren. Die große Problematik, die sowohl Sarrazin als auch nun die Politiker thematisieren, ist der Einfluss, den insbesondere diejenigen Bürger ausüben, die sich zum Islam bekennen.
Der September war schon immer ein ereignisreicher Monat. Was liegt da ferner als ein Werk im September vorzustellen, was sich eben auf diesen Namen klassifizieren lässt? „September – Fata Morgana“ lautet das gute Stück von Thomas Lehr, der nicht umsonst von der FAZ als einer der „brillantesten Schriftsteller“ Deutschlands eingestuft wurde.