Man sagt immer, dass uns gewisse Erlebnisse altern lassen – Schocksituationen in die wir geraten, zu viel Stress oder das Aus einer Liebe. Das Resultat sind graue Haare, viele Falten und einige andere Marker, die als Spiegel unserer Erlebnisse fungieren. Ob wir es schnell tun oder nicht, hängt meist an kleinen Dingen, an äußeren Umständen und doch kann keiner dem Altern entgehen, keiner ihm ganz entsagen oder gar entfliehen. Es hat auch Vorteile, wenn man nicht ewig jung und dynamisch bleibt, wenngleich diese nicht immer sofort an der Oberfläche erkennbar sind.
Schon häufig habe ich über das Medium Zeit und die mit ihm einhergehenden Besonderheiten gesprochen. Zeit bestimmt unsere Handlungen und das ist deshalb bemerkenswert, weil eigentlich wir derjenige sein sollten, der es tut, die Zeit kann aber niemand wirklich bestimmen. So stellt sich im Laufe unseres Lebens die wichtige Frage, was wir mit derjenigen Zeit, die uns gegeben wird, anstellen wollen und wie wir sie zu nutzen bereit sind. Auch Elena Senft hat sich dazu ihre Gedanken gemacht, wobei sie, selbst wenn sie nunmehr als Autorin ein eBook auf den Markt gebracht hat, das ihre wesentlichen Gedanken zu sammeln versucht, zu keiner wirklichen Erkenntnis gekommen scheint.
Zeit ist ein Medium, das wir nicht beeinflussen können. Eine Minute dauert 60 Sekunden, eine Stunde 60 Minuten und ein Tag 24 Stunden. Nach 365, genauer genommen 365 ¼ Tagen ist ein Jahr vorbei. Je nachdem, wie viele man bereits auf dem Buckel hat, lebt man nun schon 31, 46 oder 58 Jahre auf diesem Planeten.
Der Mensch beherrscht viele Dinge in seinem Leben, einige mehr, einige weniger gut. Nicht dazu gehört definitiv das Medium Zeit. Auch wenn wir manchen ein hervorragendes Zeitmanagement zusprechen, wir können die Zeit weder aufschieben noch verkürzen, wir können sie nicht austricksen und genauso wenig manipulieren. Ganz im Gegenteil, wir passen unsere Handlungen dem Regelwerk der Zeit an und tun nicht selten das, was sie uns abverlangt.