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Wenn ein Mörder dein Lehrer wird – Der Weg in die Schatten

Was muss alles passiert sein, wenn man sich auf etwas einlässt, zu dem man unter normalen Umständen mehr als ausreichend Distanz wahrt? Wie weit müssen äußere Einflüsse einen Menschen belasten, damit er sich selbst verrät und zu einer Kreatur wird, der menschliche Normen fremd sind und die zu allem bereit ist, wenn es denn nur das Fortbestehen der eigenen Existenz sichert? Als normaler Gesellschaftsbürger können wir so etwas wohl nur kaum nachvollziehen, das hängt aber damit zusammen, dass wir selbst noch nie in eine Situation gelangt sind, in der wir keinen weiteren Ausweg mehr sehen.

Azoth, ein kleiner Gassenjunge, kommt in eine solche Situation, in der nichts mehr zählt als das eigene Überleben. Der Hauptakteur von Brent Weeks muss sich in „Der Weg in die Schatten“ einem Wesen anvertrauen, dass ihm früher nicht einmal in den schlimmsten Träumen begegnet wäre. Der Meuchelmörder Durzo Blint nimmt den Jungen unter seine Fittiche, weist ihn in die Fertigkeiten des Mordens ein und macht seinen Schüler zu einer echten Tötungsmaschine. Was Azoth im Eifer nicht bedenkt, ist, dass Blint sich seine Lehrlinge nicht ohne Grund auswählt und sie während ihrer Ausbildung über den eigenen Schatten springen müssen. So wird der Wunsch nach etwas zu essen zu einem Wandel der eigenen Persönlichkeit und Azoth einer Welt ausgesetzt, die noch so manchen Schrecken für ihn parat hält.

18 Jun
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